
Wirtschaft am Niederrhein bleibt weiter unter Druck
Die Wirtschaft am Niederrhein kommt nur schleppend voran. Vor allem im Kreis Viersen bremsen hohe Kosten und Unsicherheit Investitionen und Jobs.
Veröffentlicht: Freitag, 06.02.2026 13:00
Die Konjunktur am Niederrhein bleibt weiter unter Druck. Der aktuelle Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer zeigt: Viele Unternehmen zögern mit Investitionen und stellen sich auf schwierige Monate ein. Vor allem hohe Kosten und politische Unsicherheiten bremsen die wirtschaftliche Entwicklung.
Kreis Viersen mit schwachem Geschäftsklima
Im Kreis Viersen fällt die Stimmung besonders verhalten aus. Der Geschäftsklimaindex liegt bei nur 83 Punkten und damit deutlich unter dem regionalen Durchschnitt. Viele Betriebe kämpfen mit schwachen Aufträgen, steigenden Energie- und Arbeitskosten sowie unsicheren Rahmenbedingungen. Die Folge: Investitionen werden verschoben, beim Personal planen zahlreiche Unternehmen Einschnitte.
Krefeld etwas stabiler – aber ebenfalls zurückhaltend
In Krefeld zeigt sich ein etwas positiveres Bild. Hier erreicht das Geschäftsklima einen Wert von 106 Punkten. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate werden von den Betrieben etwas besser eingeschätzt. Dennoch bleibt auch hier Vorsicht spürbar: Viele Unternehmen planen geringere Investitionen und rechnen ebenfalls mit einem Abbau von Arbeitsplätzen.
Die IHK sieht deshalb Handlungsbedarf bei Politik und Verwaltung. Gefordert werden spürbare Entlastungen, insbesondere bei Energiepreisen, Bürokratie und Arbeitskosten. Nur mit klaren Impulsen könne die Wirtschaft am Niederrhein wieder an Dynamik gewinnen.