
Willich: Teich im Adenauer-Park wird nicht befüllt
Der Wasserstand im Teich des Konrad-Adenauer-Parks in Willich sinkt weiter. Die Stadt will den Teich vor der geplanten Umgestaltung nicht erneut befüllen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2026 04:24
Teich in Willich verliert weiter Wasser
Der Wasserstand im Teich des Konrad-Adenauer-Parks in Willich sinkt weiter. Nach Angaben der Stadt sind Undichtigkeiten der Grund dafür. Diese lassen sich demnach nicht genau lokalisieren und deshalb auch nicht gezielt beheben. Trotz eines kurzfristigen Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehr Willich im Rahmen einer Übung konnte der Pegel nicht stabil gehalten werden. Wasser wurde dabei auch mit einem gespendeten Anhänger der Firma Bermes transportiert.
Stadt verzichtet auf neue Befüllung
Die Stadt Willich hat entschieden, den Teich vorerst nicht noch einmal aufzufüllen. Als Gründe nennt die Verwaltung die hohen Kosten und die geplante Umgestaltung des gesamten Konrad-Adenauer-Parks samt Teichanlage. Die Bauarbeiten sollen im Herbst dieses Jahres beginnen. Bis dahin bleibt die Situation weiter unter Beobachtung. Die Entscheidung ist nach Angaben der Stadt in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen getroffen worden.
Artenschutz im Konrad-Adenauer-Park im Blick
Nach Angaben der Stadt werden bis zum Beginn der Bauarbeiten regelmäßige Begehungen durchgeführt. Dabei soll geprüft werden, ob artenschutzrechtliche Belange betroffen sind. Aktuell wurden im Teich zwei Schildkröten sowie ein brütendes Teichhuhn und ein brütendes Blässhuhn festgestellt. Außerdem werden in der Nähe Gelege von Stockenten vermutet. Falls nötig, sollen die Tiere in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde umgesiedelt werden.
Derzeit kein akuter Handlungsbedarf
Nach Angaben der Stadt geht derzeit keine Geruchsbelästigung vom Teich aus. Auch aus Sicht des Arten- und Naturschutzes besteht im Moment kein unmittelbarer Handlungsbedarf, den Teich erneut zu befüllen. Die Verwaltung will die Lage weiter engmaschig kontrollieren. Sollte sich die Situation ändern, sollen mögliche Maßnahmen mit den zuständigen Fachbehörden des Kreises Viersen abgestimmt werden. Ziel ist es laut Stadt, alle artenschutzrechtlichen Vorgaben einzuhalten.