
Wie schnell ist die Polizei in Krefeld und Viersen da?
Im Kreis Viersen braucht die Polizei im Schnitt länger zum Einsatzort als in Krefeld. Das zeigen Zahlen des NRW-Innenministeriums.
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Polizei im Kreis Viersen braucht gut 18 Minuten
Im Kreis Viersen treffen die ersten Polizeikräfte nach einem gemeldeten Einsatz im Durchschnitt nach 18 Minuten und 20 Sekunden ein. In Krefeld sind es 12 Minuten und 41 Sekunden. Der Unterschied beträgt damit 5 Minuten und 39 Sekunden. Krefeld hat bei diesen Einsätzen den kürzesten Durchschnittswert in NRW, der Kreis Viersen den längsten. Die Zahlen stammen aus einem Bericht des NRW-Innenministeriums für den Landtag und beziehen sich für 2026 auf die Monate Januar bis August.
Bei möglichem Täter vor Ort geht es schneller
Wenn die Polizei vermutet, dass ein Täter oder eine Täterin noch vor Ort ist, liegen die Durchschnittszeiten deutlich niedriger. In Krefeld treffen Einsatzkräfte in solchen Fällen nach 3 Minuten und 34 Sekunden ein. Im Kreis Viersen dauert es im Schnitt 6 Minuten und 43 Sekunden. Auch bei dieser Einsatzart liegt der Kreis Viersen damit über dem Wert für Krefeld. Es handelt sich um Durchschnittswerte und nicht um eine feste Zeit für jeden einzelnen Einsatz.
So haben sich die Zeiten in Viersen entwickelt
Bei allen erfassten Einsätzen ist die durchschnittliche Zeit im Kreis Viersen seit 2022 von Jahr zu Jahr gestiegen. Damals lag sie bei 15 Minuten und 57 Sekunden. Bei Einsätzen mit einem möglicherweise noch anwesenden Täter verlief die Entwicklung dagegen nicht durchgehend nach oben: 2025 war der Wert niedriger als 2024. Die Zeitmessung beginnt, wenn die Polizei den Einsatz in ihrem System anlegt, und endet beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte. Warum die Durchschnittszeiten in Krefeld und im Kreis Viersen so weit auseinanderliegen, lässt sich aus der Statistik nicht ablesen.