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Wichtiger Tag in Sachen Corona-Regeln
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Wichtiger Tag in Sachen Corona-Regeln

Am Donnerstag (18.11.) beschäftigt sich die Politik mit den Corona-Zahlen und der Frage, wie wir die wieder runterbekommen. Denn sie steigen weiter - sind noch höher als gestern früh. Mehr als 65.000 Neuinfektionen sind jetzt an nur einem Tag nachgewiesen worden. Das Robert-Koch-Institut gibt die bundesweite Wochen-Inzidenz mit knapp 337 an. In Krefeld steht der Wert aktuell bei 203 - und bei 215 im Kreis Viersen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 18.11.2021 04:22

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Am Donnerstag nun sollen neue Corona-Regeln beschlossen werden. Noch Bundeskanzlerin Merkel trifft sich am Mittag mit den Ministerpräsidenten und -präsidentinnen. Vorher - am Vormittag - wollen SPD, Grüne und FDP ihren Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz durch den Bundestag bringen. Tägliche Tests in Pflegeheimen sollen kommen, genauso wie 3G am Arbeitplatz und auch 3G in Bussen und Bahnen. Fahrgäste müssten dann also geimpft, genesen oder getestet sein. Vertreter des Nahverkehrs sind von dieser Regel nicht gerade begeistert.

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3G im ÖPNV schwer umzusetzen

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Die Ansteckungsgefahr im ÖPNV ist nicht größer als zum Beispiel im Supermarkt. Das sagt Pro Bahn und bezieht sich dabei auf mehrere Studien. Die größeren Hotspots seien dagegen Clubs und Bars, heißt es. SWK, NEW und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr sagen: Die 3G-Regel sei kaum zu kontrollieren. Wer gegen 3G verstößt, muss ein Bußgeld zahlen. Das dürften die Fahrkarten-Kontrolleure aber gar nicht einkassieren. Hierzu brauche es deshalb Unterstützung von Ordnungsamt und Polizei, so die Verkehrsunternehmen.

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3G am Arbeitsplatz: Noch offene Fragen

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Ungeimpfte sollen künftig nur noch mit einem tagesaktuelle, negativen Test zur Arbeit gehen können. Der Arbeitgeberverband bei uns - die Unternehmerschaft Niederrhein - hält das wegen der massiv verschärften Corona-Lage für sinnvoll. Allerdings brauche es eine sichere Rechtsgrundlage für die Betriebe. Die Betriebe müssten ganz klar nach dem Impf- und Genesenenstatus ihrer Mitarbeiter fragen können. Nur so könnten Unternehmer ihre Schutzkonzepte weiterentwickeln, heißt es von der Unternehmerschaft Niederrhein. Unklar sei auch noch, wie man mit Impf- und Testverweigerern in den Betrieben umgehen soll. Wer sich nicht impfen lassen will, müsse seine Corona-Tests selbst zahlen müssen. Die Kosten dürften nicht an den Arbeitgebern hängen bleiben. Ebenso die Zeit, in der die Tests durchgeführt werden. Dafür dürfe keine Arbeitszeit draufgehen, sagt die Unternehmerschaft.

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