
Weniger Freiland-Erdbeeren am Niederrhein
Die Freiland-Erdbeerernte fällt 2026 kleiner aus. Am Niederrhein soll es trotzdem weiter Erdbeeren aus der Region geben.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.2026 12:30
Freiland-Ernte fällt 2026 kleiner aus
Die Freiland-Erdbeerernte in Deutschland fällt in diesem Jahr voraussichtlich so niedrig aus wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Auch in Nordrhein-Westfalen wird mit einer kleineren Ernte gerechnet. Darauf weisen aktuelle Zahlen der Statistik hin. Die Erfassung bezieht sich aber vor allem auf Erdbeeren aus dem Freiland. Andere Anbauformen sind darin noch nicht vollständig enthalten.
Bauernverband sieht nur einen Teil des Bildes
Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer hält die Zahlen deshalb nur für eingeschränkt aussagekräftig. Nach Angaben des Verbandes fehlen Erdbeeren aus Gewächshäusern und Folientunneln zum Teil noch in der Statistik. Gerade dieser geschützte Anbau habe in den vergangenen Jahren aber deutlich zugenommen. Für Nordrhein-Westfalen ist nach Verbandsangaben von einem Plus von fast 70 Prozent zwischen 2015 und 2025 die Rede.
„Die in diesen Tagen veröffentlichten Zahlen über die kleinste Erdbeerernte seit mehr als 30 Jahren sind nur bedingt aussagekräftig“ - Georg Boekels, Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer.
Erdbeeren aus der Region soll es weiter geben
Für Verbraucher am Niederrhein gibt es nach Einschätzung des Verbandes trotzdem keinen Grund zur Sorge. Der Bauernverband geht davon aus, dass es weiter regionale Erdbeeren zu kaufen geben wird. Ein Grund ist der stärkere Anbau in Folientunneln und Gewächshäusern. Dort sind die Pflanzen besser vor Wetter geschützt. Außerdem läuft die Ernte in diesem Bereich noch bis in den November.