
Warum Streifenwagen im Kreis Viersen länger brauchen
Im Kreis Viersen dauert es laut einer Auswertung des NRW-Innenministeriums im Schnitt mehr als 18 Minuten, bis die Polizei am Einsatzort eintrifft.
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Die Polizei im Kreis Viersen braucht im Landesvergleich am längsten, um zu Einsätzen zu fahren. Laut einer Auswertung des NRW-Innenministeriums vergehen im Schnitt gut 18 Minuten und 20 Sekunden, bis die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintreffen. In keiner anderen Region in Nordrhein-Westfalen ist die durchschnittliche Anfahrtszeit länger. Zum Vergleich: In Krefeld liegt der Wert bei knapp 13 Minuten.
Die Polizei Viersen nennt mehrere mögliche Gründe für die längeren Zeiten: Baustellen und Straßensperrungen, mehr Einsätze und längere Anfahrten zu entfernteren Orten. In akuten Gefahrensituationen werde nach Möglichkeit mit Sonder- und Wegerechten gefahren. Bei weniger dringenden Einsätzen sei das nicht erlaubt.
Unterschiede je nach Einsatzort
Die Polizei verweist außerdem darauf, dass die Einsatzkräfte in Viersen und Kempen im Schnitt schneller eintreffen als in weiter entfernten Orten wie Tönisberg oder Elmpt. Um die Reaktionszeiten zu verbessern, wertet die Polizei das Einsatzgeschehen nach eigenen Angaben regelmäßig aus. Unter anderem wurden die Wachen in Kaldenkirchen und Willich personell verstärkt. Geplant sind weitere Analysen, Schulungen und ein Austausch mit anderen Polizeibehörden.
Bei Einsätzen, bei denen möglicherweise noch ein Täter vor Ort ist, liegt die durchschnittliche Zeit im Kreis Viersen bei sechs Minuten und 43 Sekunden. Auch das ist länger als in Krefeld. Die Werte sind Durchschnittswerte – sie sagen nicht voraus, wie lange die Polizei bei einem einzelnen Einsatz braucht.