
Warnstreiks im NRW-Nahverkehr am Freitag und Samstag
Verdi ruft am Freitag und Samstag (27.+28. Februar) zu Warnstreiks im NRW-Nahverkehr auf. Busse und Straßenbahnen fallen aus – Fahrgäste müssen viel Zeit einplanen.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 09:18
Die Gewerkschaft Verdi ruft am Freitag und Samstag zu Warnstreiks im Nahverkehr Nordrhein-Westfalens auf. Betroffen sind mehr als 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten. S-Bahnen und Regionalzüge bleiben unberührt.
Massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr
Nach Einschätzung von Verdi werden in vielen Städten ganztägig von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Straßenbahnen fahren. Betroffen sind nahezu alle großen Städte in NRW – darunter Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen, Dortmund, Hagen und Bielefeld. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag bilden eine Ausnahme.
Bei dem ersten eintägigen Warnstreik am 2. Februar hatten rund 12.000 Beschäftigte teilgenommen. Am 2. März steht die zweite Tarifverhandlungsrunde an. Verdi-Verhandlungsführer Heinz Rech erwartet ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber.
Forderungen von Verdi
Die Gewerkschaft verlangt unter anderem:
- Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich
- Verlängerung der Ruhezeit zwischen zwei Schichten von 10 auf 11 Stunden
- Erhöhung des Sonntagszuschlags von 25 auf mindestens 40 Prozent
- Mehr Investitionen in Infrastruktur und Personal
Verdi betont, dass bessere Arbeitsbedingungen notwendig sind, um den Fachkräftemangel im Nahverkehr zu bekämpfen und spürbare Entlastungen für Beschäftigte zu schaffen.
Reaktion der Arbeitgeber
Der Kommunale Arbeitgeberverband NRW hält die Forderungen für nicht realisierbar. Eine Umsetzung würde erhebliche Konsequenzen für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen haben, etwa die Einstellung von Linien, längere Taktzeiten oder die Vergabe von Beförderungsleistungen an private Anbieter.
Fahrgäste sollten an den beiden Streiktagen daher mehr Zeit für ihre Fahrten einplanen und sich über alternative Verkehrsmöglichkeiten informieren.