
Warnstreiks im Landesdienst NRW starten
Ab dieser Woche ruft die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im Landesdienst von Nordrhein-Westfalen auf. Das kann auch Auswirkungen auf den Niederrhein haben.
Veröffentlicht: Montag, 12.01.2026 05:26
Hintergrund sind stockende Tarifverhandlungen zwischen den Ländern und den Gewerkschaften. Ver.di will damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, nachdem es bislang keine Einigung gegeben hat.
Betroffen sind landeseigene Einrichtungen wie Hochschulen, Universitätskliniken, Justizvollzugsanstalten und die Landesverwaltung. Städtische Einrichtungen gehören ausdrücklich nicht dazu. Für Bürgerinnen und Bürger ist daher wichtig: Kommunale Angebote bleiben vom Streik unberührt.
Auswirkungen am Niederrhein noch unklar
Welche konkreten Folgen die Warnstreiks zum Beispiel in Krefeld, Willich oder Kempen haben, ist derzeit noch offen. Der ver.di-Bezirk Linker Niederrhein kündigt an, gesondert über geplante Aktionen und mögliche Einschränkungen zu informieren. Beschäftigte und Studierende müssen sich daher kurzfristig auf Veränderungen einstellen, etwa bei Abläufen an Hochschulen oder in landeseigenen Behörden.
Ver.di fordert mehr Geld für Beschäftigte
Ver.di verlangt deutliche Gehaltssteigerungen für die Beschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder. Zusätzlich soll ein möglicher Tarifabschluss auch auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte übertragen werden. Die Warnstreiks sind Teil der laufenden Tarifrunde und können sich in den kommenden Tagen weiter ausweiten.