
Urteil um Online-Portal Cleverbuy
Im Prozess um das Online-Portal Cleverbuy ist in Krefeld das Urteil gefallen. Zwei Angeklagte wurden verurteilt, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2026 11:48
Urteil am Amtsgericht Krefeld
Im Fall Cleverbuy hat das Amtsgericht Krefeld zwei Angeklagte verurteilt. Ein 59-jähriger Mann aus Hünxe soll für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Eine 33-jährige Frau aus Willich bekam ein Jahr auf Bewährung. Sie wurde wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt. In anderen Punkten wurde sie freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Mehr als 100 Kunden betroffen
Nach Angaben des Gerichts wurden mehr als 100 Kundinnen und Kunden geschädigt. Der Schaden liegt bei rund 74.000 Euro. Es ging um gebrauchte Elektronik wie Smartphones. Geld für angekaufte Geräte soll gar nicht oder erst viel zu spät ausgezahlt worden sein. Der Mann wurde laut Gericht unter anderem wegen Betrugs in 115 Fällen verurteilt.
Im Prozess ging es auch um gefälschtes Zubehör für Handys. Nach dem Vorwurf sollen gebrauchte Geräte damit als neuwertige Originale verkauft worden sein. Dabei geht es laut Gericht um Verstöße gegen das Markenrecht. Auch dieser Punkt war Teil des Urteils.
Hintergrund zum Fall Cleverbuy
Laut Staatsanwaltschaft soll Cleverbuy seit Dezember 2022 beim Ankauf gebrauchter Elektronik Kunden getäuscht haben. Wer alte Smartphones oder andere Geräte verkauft hat, soll sein Geld teils gar nicht oder erst sehr spät bekommen haben. So soll ein Schaden von rund 73.600 Euro entstanden sein. Außerdem geht es in dem Verfahren um den Vorwurf, dass gefälschtes Zubehör genutzt wurde. Der Fall wurde am Amtsgericht Krefeld an mehreren Tagen verhandelt.