
SWK verschieben digitales Ticket in Krefeld
Die SWK verschieben den Abschied vom Papierticket in Krefeld. Das digitale System startet frühestens im Juli 2027, weil ein Vergabeverfahren beanstandet wurde.
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SWK verschieben digitales Ticket in Krefeld
Krefeld - Fahrgäste in Krefeld müssen sich länger auf das gewohnte Papierticket verlassen. Die Stadtwerke Krefeld (SWK) verschieben den geplanten Umstieg auf ein rein digitales Ticketsystem. Statt Anfang 2027 soll es nun frühestens im Juli 2027 losgehen. Als Grund nennt das Unternehmen einen Rechtsstreit um die Ausschreibung.
Krefeld: Vergabekammer prüft den Fall
Die SWK müssen den Auftrag für die neuen Geräte und die dazugehörige Software öffentlich ausschreiben. Ein Unternehmen hat dieses Vergabeverfahren beanstandet. Deshalb muss nun zunächst die zuständige Vergabekammer den Fall prüfen. Die Vergabekammer ist eine unabhängige Stelle, die kontrolliert, ob eine öffentliche Ausschreibung nach den Regeln abgelaufen ist. Solange dieses Verfahren läuft, können die SWK den Auftrag nicht vergeben. Ohne die neuen Geräte und die Software lässt sich das digitale System aber nicht starten.
So sollen Fahrgäste in Krefeld künftig zahlen
Nach dem aktuellen Plan kaufen Fahrgäste ihre Einzeltickets in Zukunft direkt im Bus oder in der Bahn - und zwar bargeldlos. Der Ticketverkauf beim Fahrer fällt damit weg. Möglich sein soll das zum Beispiel per Smartphone, per EC- oder Kreditkarte oder über eine Guthabenkarte an einem Automaten. Das gewählte Zahlungsmittel dient dann gleichzeitig als Nachweis für die Fahrt. Für alle, die weiterhin bar zahlen möchten, ändert sich dagegen wenig.
Papiertickets bleiben in Krefeld erhältlich
Papiertickets und Barzahlung bleiben in den Vorverkaufsstellen und im Service-Center weiterhin möglich. Wer kein Smartphone oder keine Karte nutzen möchte, kann sich sein Ticket also weiterhin vorab besorgen. Nur im Fahrzeug selbst soll der Verkauf beim Fahrer entfallen. Die SWK erhoffen sich von dem neuen System schnellere Fahrten und mehr Pünktlichkeit. Der Grund: Wenn Fahrgäste beim Einsteigen nicht mehr beim Fahrer bezahlen, halten die Busse und Bahnen kürzer an den Haltestellen.
Hintergrund: Das Pilotprojekt mit der Rheinbahn
Die SWK Mobil hatten sich Anfang 2025 einem Pilotprojekt der Rheinbahn in Düsseldorf angeschlossen. Eigentlich sollten Fahrgäste in Krefeld bereits ab Ende 2026 nur noch digital und bargeldlos im Fahrzeug zahlen. In Düsseldorf startet das Projekt im Dezember, in Krefeld herrscht dagegen Stillstand. Bereits im Januar 2025 hatten die SWK erklärt, dass der Bargeldverkauf von Fahrscheinen im gesamten VRR-Gebiet zum Jahr 2027 eingestellt werden soll. Ob dieser Zeitplan in Krefeld nun gehalten werden kann, hängt vom Ausgang des Vergabeverfahrens ab.