
Streit um CO-Pipeline geht weiter
Das Oberverwaltungsgericht Münster verhandelt ab heute Klagen gegen die umstrittene Kohlenmonoxid-Leitung zwischen Uerdingen und Dormagen. Anwohner wollen verhindern, dass die Pipeline in Betrieb genommen wird. Sie haben Angst vor einem Rohrbruch oder einem Anschlag.
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.08.2020 05:24
Der Chemiekonzern Covestro benötigt die Leitung, weil in Dormagen Kohlenmonoxid als Nebenprodukt anfällt, das in Uerdingen zur Herstellung von Kunststoff gebraucht wird. Die 67 Kilometer lange Pipeline liegt seit Jahren fast fertig unter der Erde. In Betrieb gehen darf sie trotzdem nicht. Denn der Rechtsstreit zwischen Covestro, Anwohner und Umweltschutzverbände läuft mittlerweile seit gut 14 Jahren. Das Oberverwaltungsgericht soll jetzt entscheiden, ob Covestro die Leitung nutzen darf oder ob das Projekt gestoppt werden muss.