Anzeige
Start der zweitägigen Warnstreiks am Niederrhein
© ver.di
Teilen: mail

Start der zweitägigen Warnstreiks am Niederrhein

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mehr Geld und will den Druck erhöhen. Der Schwerpunkt der Streiks liegt am Dienstag im Kreis Viersen.

Veröffentlicht: Dienstag, 14.02.2023 05:02

Anzeige

Streiks im Kreis Viersen

Anzeige

Unter anderem sind die Stadtverwaltungen in Viersen und Willich am Dienstag (14.02.) zum Streik aufgerufen. Die Folge: Viele Fachbereiche werden kaum oder gar nicht erreichbar sein. Genauso wie die städtischen Kitas in Viersen und Willich: Sie bleiben entweder ganz zu oder bieten eine Notbetreuung an. Das hänge immer davon ab, ob und in welchem Ausmaß die Mitarbeiter dem Streikaufruf folgen, sagt zum Beispiel die Stadt Willich. Hier sind heute auch die Beschäftigten der Stadtwerke aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Auch bei der NEW soll gestreikt werden. Auf den meisten Buslinien im Kreis Viersen kann es deshalb heute zu Problemen oder Ausfällen kommen. Die Schulbusse sollen aber laut ver.di voraussichtlich ganz normal fahren.

Anzeige

Streiks in Krefeld

Anzeige

Am Mittwoch (15.02.) soll der Schwerpunkt der Streiks dann auf Krefeld liegen. Hier wollen die Beschäftigten der Stadt Krefeld, der SWK und der Sparkasse Krefeld ihre Arbeit niederlegen. Die SWK wollen einen Notfahrplan einrichten, um zumindest einen Teil des Fahrbetriebs aufrecht zu erhalten.

Die Straßenbahnlinien 041, 042, 043 und 044 sollen komplett durch Busse ersetzt werden. Diese fahren zwar in der normalen Taktung, es könne aber zu Verspätungen und einzelnen Ausfällen kommen. Sämtliche Buslinien - mit Ausnahme der Ringbuslinien 045 und 049 in Krefeld-Hüls sowie der Linien 047 und 062 - entfallen laut SWK am Streiktag. Die Gewerkschaft komba hat außerdem auch erneute Streiks bei der GSAK angekündigt. Sie rechnet damit, dass mehr als die Hälfte der Belegschaft die Arbeit niederlegen wird. Beim letzten Mal sind dadurch etwa 20.000 Mülltonnen stehen geblieben, vor allem in den Randbezirken der Stadt. Auch mehrere Kitas wird der Streik betreffen: Etwa 10 Kitas, in denen komba-Mitglieder arbeiten, sollen ganz schließen ode es wird nur Notbetreuung angeboten.

Anzeige

Warum wird gestreikt?

Anzeige

Die Mitarbeiter des öffentlchen Dienstes sind wütend. Ihnen fehlt die Wertschätzung ihrer Arbeitgeber, kritisiert ver.di. Die Beschäftigten bräuchten einen Inflationsausgleich, um über die Runden zu kommen. Deshalb fordert die Gewerkschaft 10,5 Prozent mehr Geld - mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Am 22.Februar soll es neue Tarifgespräche geben. Ver.di Bezirkgeschäftsführer (Linker Niederrhein) Dominik Kofent hat um Verständnis für die Streikmaßnahmen gebeten. Es sei das gute Recht der Arbeitnehmer mit Streiks den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, um deutlich zu machen, dass man sich nicht lange hinhalten lasse. Die Arbeitgeber hätten es in der Hand die Streiks zu beenden.

Anzeige
Dominik Kofent (ver.di) zu den Warnstreiks
Anzeige
Anzeige
Anzeige