
Sozialkosten setzen Kommunen in NRW weiter unter Druck
Steigende Sozialkosten belasten Kommunen in NRW und am Niederrhein weiter. Vor allem die Hilfe zur Pflege wird für Städte und Kreise zunehmend zum Problem.
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Die Kommunen am Niederrhein und in ganz Nordrhein-Westfalen stehen nach Angaben des Landkreistags NRW weiter unter finanziellem Druck. Hintergrund sind erneut steigende Ausgaben im sozialen Bereich. Laut den jetzt veröffentlichten Zahlen sind die Kosten für Sozialhilfe innerhalb eines Jahres um rund fünf Prozent gestiegen. Schon im Jahr davor hatte es ein ähnliches Plus gegeben. Der Verband der Kreise warnt deshalb, dass viele Kommunen an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit geraten.
Pflegekosten wachsen besonders stark
Besonders deutlich ist der Anstieg bei der Hilfe zur Pflege. Hier meldet der Landkreistag NRW ein Plus von rund zehn Prozent. Nach den veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes stiegen die Leistungen für Sozialhilfe nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch im Jahr 2025 auf rund 5,25 Milliarden Euro. Der Landkreistag sieht darin ein Zeichen für eine anhaltende Kostenentwicklung, die Städte, Gemeinden und Kreise immer stärker belastet. Aus Sicht des Verbandes ist das nur ein Teil der gesamten Ausgaben, weil auch in anderen sozialen Bereichen seit Jahren höhere Kosten entstehen.
Kritik an geplanter Pflegereform
Kritik kommt vom Landkreistag NRW auch an der geplanten Pflegereform des Bundes. Der Verband erklärt, dass die Reform die zentrale Finanzierungsfrage nicht löse. Statt einer Entlastung befürchten die Kreise zusätzliche Belastungen für die kommunalen Sozialhilfeträger. Deshalb fordert der Landkreistag, dass die pflegebedingten Aufwendungen künftig vollständig von der Pflegeversicherung abgedeckt werden. Perspektivisch solle der Bund die kommunalen Kosten der Hilfe zur Pflege komplett übernehmen.