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Siemens in Uerdingen: Weg frei für SBB-Zugauftrag
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Siemens in Uerdingen: Weg frei für SBB-Zugauftrag

116 neue Züge für die Schweizer Bundesbahnen sollen in Krefeld gebaut werden. Nach dem Rückzug eines Einspruchs kann Siemens den Vertrag jetzt unterschreiben.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.04.2026 04:17

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SBB-Auftrag für Siemens steht vor Abschluss

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Die Bestellung von 116 neuen Zügen für die Schweizer Bundesbahnen ist einen entscheidenden Schritt weiter. Siemens Mobility kann den Vertrag jetzt final unterschreiben. Zuvor hatte der Schweizer Hersteller Stadler gegen die Vergabe Einspruch eingelegt. Dieser Einspruch ist inzwischen zurückgezogen worden. Damit ist der Weg für den mehr als zwei Milliarden Euro schweren Auftrag frei.

Bereits im November hatten sich die SBB in einem Vergabeverfahren für Siemens entschieden. Stadler hatte diese Entscheidung anschließend angefochten und öffentlich kritisiert. Nach Unternehmensangaben habe man aber keine Anhaltspunkte gefunden, um das Gerichtsverfahren weiterzuführen. Siemens Mobility teilte mit, man nehme die Entscheidung mit Freude zur Kenntnis. Der Liefervertrag könne nun unterschrieben werden.

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Bedeutung für den Standort Krefeld-Uerdingen

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Für das Werk in Krefeld-Uerdingen bedeutet der Auftrag zusätzliche Arbeit in den kommenden Jahren. Nach den vorliegenden Informationen sollen 116 Züge fest bestellt werden. Weitere 84 Züge können laut Vertrag zusätzlich nachbestellt werden. Das Werk in Krefeld gilt als einer der wichtigsten Standorte für den Bau der Waggons. Die Auslieferung der Züge soll ab 2031 beginnen.

Der Auftrag ist damit auch für den Industriestandort Krefeld von Bedeutung. Konkrete Angaben zu neuen Stellen oder zum Umfang der Produktion im Werk liegen in den vorliegenden Informationen allerdings nicht vor. Klar ist bislang nur, dass der Standort in Uerdingen beim Bau der Fahrzeuge eine wichtige Rolle spielen soll. Weitere Details zum Produktionsablauf wurden bislang nicht genannt.

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Darum hatte sich der Vertrag verzögert

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Dass der Vertrag bisher nicht unterschrieben werden konnte, lag am laufenden Einspruch von Stadler. Das Unternehmen hatte sich gegen die Entscheidung gewandt, den Auftrag an Siemens zu vergeben. Stadler hätte den Auftrag gern in der Schweiz gehalten. Der Stadler-Chef hatte darauf verwiesen, dass bei einer Vergabe an sein Unternehmen auch heimische Zulieferbetriebe profitiert hätten.


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Ausblick auf die nächsten Jahre

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Mit der möglichen Unterschrift unter den Vertrag beginnt für Siemens Mobility nun die nächste Phase des Projekts. Bis zur Auslieferung wird es allerdings noch dauern. Nach den vorliegenden Angaben sollen die neuen Züge erst ab 2031 ausgeliefert werden. Der Auftrag ist also langfristig angelegt und wird den Standort Krefeld noch über Jahre beschäftigen.

Offen bleibt derzeit, wann genau der Vertrag offiziell unterzeichnet wird und welche weiteren Details Siemens oder die Schweizer Bundesbahnen noch bekanntgeben. Auch zu technischen Einzelheiten der Züge liegen in den bereitgestellten Informationen keine Angaben vor. Für Krefeld steht aber fest: Das Werk in Uerdingen ist Teil eines Großauftrags mit internationaler Bedeutung.

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