
Schwalmtal und Niederkrüchten proben Ernstfall
Die Feuerwehren aus Schwalmtal und Niederkrüchten haben den Ernstfall geübt. Im Grenzwald wurde ein fiktiver Waldbrand mit weiteren Störungen simuliert.
Veröffentlicht: Freitag, 24.07.2026 08:30
Übung im Grenzwald bei Niederkrüchten
Die Feuerwehren aus Schwalmtal und Niederkrüchten haben jetzt gemeinsam eine Übung im Grenzwald durchgeführt. Geprobt wurde ein fiktiver Waldbrand auf dem Gebiet der Gemeinde Niederkrüchten. Ziel war es nach Angaben der Feuerwehren, die Zusammenarbeit bei größeren Einsatzlagen zu trainieren und die Abläufe zwischen den beiden Führungsunterstützungseinheiten weiter zu verbessern. Die Übung fand am Mittwoch, 15. Juli 2026, statt. Im Mittelpunkt stand dabei, wie beide Teams im Ernstfall gemeinsam arbeiten.
Einsatzleitwagen übernehmen wichtige Koordination
Bei der Übung ging es vor allem um die Zusammenarbeit der Einsatzleitwagen-Gruppen. Diese Fahrzeuge unterstützen bei größeren Einsätzen die Einsatzleitung und übernehmen unter anderem die Dokumentation, die Kommunikation mit den Einsatzkräften und die Koordination der Maßnahmen. Im Verlauf der angenommenen Lage wurde der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Niederkrüchten zunächst gemeinsam mit weiteren Kräften alarmiert. Später wurde wegen der dynamischeren Lage auch der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Schwalmtal hinzugezogen. So konnten beide Einheiten das Zusammenspiel bei einer größeren Einsatzlage praktisch erproben.
Stromausfall und Kradmelder wurden mit eingeplant
Zusätzlich wurde bei der Übung auch ein Ausfall der Stromversorgung im Einsatzleitwagen Niederkrüchten simuliert. Dadurch mussten beide Teams ihre Arbeit gemeinsam fortsetzen und die Einsatzführung weiter unterstützen. Außerdem waren zwei Kradmelderfahrzeuge beteiligt, jeweils eines aus Niederkrüchten und eines aus Schwalmtal. Diese Motorräder können nach Angaben der Feuerwehren vor allem bei Waldbränden helfen, weil sie schwer erreichbare Gebiete erkunden oder Einsatzkräfte dorthin lotsen können. Nach Einschätzung der Feuerwehren hat die Zusammenarbeit auch unter diesen Bedingungen sehr gut funktioniert.
„Gerade bei größeren Schadenslagen endet ein Einsatz nicht an Gemeindegrenzen. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Zusammenarbeit regelmäßig trainieren und die Abläufe miteinander abstimmen“ - Manuel Brouwers und Timo Smets, Verantwortliche der Übung.
Erkenntnisse sollen für künftige Einsätze helfen
Nach Angaben der Feuerwehren konnten beide Teams bei der Übung voneinander lernen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Ein Schwerpunkt lag auch darauf, die technischen Möglichkeiten des Schwalmtaler Einsatzleitwagens vorzustellen und die Arbeitsweisen beider Einheiten besser kennenzulernen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen jetzt genutzt werden, um die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Damit wollen sich beide Feuerwehren auf künftige größere Einsatzlagen noch besser vorbereiten. Übungen dieser Art spielen vor allem bei Waldbrandlagen im Grenzgebiet eine wichtige Rolle.