
Renaturierung am Ferkensbruch in Nettetal
Am Ferkensbruch in Nettetal-Lobberich läuft ein Renaturierungsprojekt. Das Gewässer soll ökologisch aufgewertet und widerstandsfähiger gegen Klimafolgen werden.
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Projekt am Ferkensbruch in Lobberich
Am Ferkensbruch in Nettetal-Lobberich läuft ein Renaturierungsprojekt. Nach Angaben der Stadt soll das rund 4,5 Hektar große ehemalige Torfstichgewässer ökologisch aufgewertet werden. Ziel ist es, das Gewässer besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Das Projekt wurde vom Angelverein ASV Rotauge e.V. Sassenfeld angestoßen. Der Verein bewirtschaftet das Gewässer und hat das Vorhaben nach Angaben der Stadt bereits im Jahr 2023 gestartet. Veröffentlicht wurde die Mitteilung am 10. Juni 2026.
Neue Uferpflanzen und Totholzburgen geplant
Geplant ist, neue Uferbereiche zu bepflanzen und sogenannte Totholzburgen anzulegen. Das sind natürliche Strukturen aus Holz, die als Rückzugs- und Laichräume dienen sollen. Nach Angaben der Stadt sollen so neue Lebensräume für Fische, Amphibien, Wasservögel und wassergebundene Insekten entstehen. Eine erste Pilotfläche zur Uferbepflanzung wurde demnach bereits umgesetzt. Die bepflanzten Bereiche werden laut Stadt mit speziellen Schutzeinrichtungen vor Nutrias gesichert. Weitere Maßnahmen befinden sich aktuell in Vorbereitung.
Mehr Schutz für Wasserqualität und Artenvielfalt
Die Stadt erwartet durch die Maßnahmen auch Vorteile für die Wasserqualität. Uferpflanzen können nach ihren Angaben die Wassertemperatur senken und das Wachstum schädlicher Blaualgen reduzieren. Außerdem sollen Pflanzen Sedimente binden und Rückzugsorte für Jungfische und andere Tierarten schaffen. Unterstützt und fachlich begleitet wird das Projekt laut Stadt unter anderem vom Rheinischen Fischereiverband und von der Fischereigenossenschaft Nette. Die Maßnahmen sind langfristig angelegt und sollen stabile, selbsttragende Strukturen am Gewässer schaffen.