
Rekorddefizit: Viersen plant Minus von 40 Mio. Euro
Viersen steht vor einem Rekorddefizit: Für 2026 plant die Stadt mit einem Minus von 40 Millionen Euro. Hauptgründe sind Sozialkosten und Kreisumlage.
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.12.2025 05:09
Die Stadt Viersen steuert auf ein Rekorddefizit zu. Kämmerin Birgit Wöltering hat den Haushaltsentwurf für 2026 in den Rat eingebracht. Geplant ist ein Fehlbetrag von rund 40 Millionen Euro. Damit startet die Stadt mit einem deutlich negativen Ergebnis ins kommende Haushaltsjahr.
Sozialausgaben und Kreisumlage als Kostentreiber
Als Hauptursachen nennt die Kämmerin deutlich steigende Sozialausgaben sowie die weiter wachsende Kreisumlage. Auf der Einnahmenseite gibt es dagegen nur leichte Zuwächse. Trotz der angespannten Lage will die Stadt im Jahr 2026 rund 20 Millionen Euro investieren – unter anderem in Schulen, Betreuung, Verkehr und Sicherheit.
Kredite ab 2026, Risiken ab 2027
Ab Mitte 2026 wird Viersen nach aktuellen Planungen auf Kredite angewiesen sein. Für die Jahre danach wird der finanzielle Spielraum noch enger. Ab 2027 drohen Haushaltssicherung oder sogar ein Nothaushalt. Die Stadt will nun alle Ausgaben kritisch überprüfen und setzt darauf, zusätzliche Mittel vom Land zu erhalten – vor allem für soziale Aufgaben, Schulen und die Infrastruktur.