
Razzia auch in Viersen: Zwei Männer in Haft
Bei Ermittlungen gegen illegale Prostitution hat die Bundespolizei auch in Viersen durchsucht. In NRW gab es sieben Einsätze und zwei Festnahmen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.2026 12:05
Durchsuchung auch in Viersen
Im Rahmen eines größeren Einsatzes gegen illegale Prostitution hat die Bundespolizei auch ein Objekt in Viersen durchsucht. Insgesamt waren nach Angaben der Ermittler 120 Einsatzkräfte in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Die Maßnahmen fanden außerdem in Düsseldorf, Langenfeld, Oberhausen, Hattingen und zweimal in Essen statt. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen. Dabei geht es unter anderem um den Verdacht, dass ausländischen Staatsangehörigen ohne gültigen Aufenthaltstitel sexuelle Dienstleistungen ermöglicht worden sein sollen.
Ermittlungen laufen seit Juli 2025
Nach Angaben der Behörden wird seit Juli 2025 gegen vier chinesische Staatsangehörige im Alter von 42 bis 59 Jahren ermittelt. Dabei handelt es sich um drei Frauen und einen Mann. Ihnen wird vorgeworfen, zahlreichen chinesischen Staatsangehörigen ohne erforderlichen Aufenthaltstitel die Prostitution ermöglicht zu haben. Laut Bundespolizei sollen dafür unter anderem Räume bereitgestellt und Anzeigen auf Erotikplattformen geschaltet worden sein. Die Ermittlungen führt die Inspektion Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf.
Zwei Festnahmen und gesicherte Beweise
Bei den Durchsuchungen wurden zwei Haftbefehle vollstreckt. Die beiden festgenommenen Beschuldigten wurden noch am Mittag einem Haftrichter am Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Außerdem sicherten die Ermittler nach eigenen Angaben Vermögenswerte in Höhe von 13.000 Euro. Hinzu kommen Mobiltelefone, Tablets und weitere Speichermedien, die jetzt ausgewertet werden.
Drei Frauen ohne gültigen Aufenthaltstitel entdeckt
Während der Durchsuchungsmaßnahmen trafen die Einsatzkräfte nach Behördenangaben außerdem drei chinesische Frauen ohne gültigen Aufenthaltstitel an. Sie wurden nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen an die zuständige Landespolizei in Nordrhein-Westfalen überstellt. Weitere Angaben zu den einzelnen Objekten oder zu möglichen Abläufen vor Ort in Viersen haben die Behörden bisher nicht gemacht. Auch deshalb bleibt offen, welche konkrete Rolle das durchsuchte Objekt in Viersen in dem Ermittlungsverfahren spielt. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert weiter an.