
Rat in Willich bestätigt Haushaltssperre
In Willich gilt weiter eine Haushaltssperre. Hintergrund sind erwartete Steuermindereinnahmen von rund zehn Millionen Euro.
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Rat bestätigt Haushaltssperre in Willich
Der Rat der Stadt Willich hat die bereits verhängte Haushaltssperre bestätigt. Das hat das Gremium am Donnerstagabend in seiner Sitzung im Schloss Neersen beschlossen. Die Regelung gilt zunächst befristet bis zur nächsten Ratssitzung am 6. Oktober 2026. Hintergrund sind nach Angaben der Stadt deutlich geringere Steuereinnahmen als im Haushaltsplan vorgesehen. Allein bei den erwarteten Mindereinnahmen geht die Verwaltung von rund zehn Millionen Euro aus.
Zehn Millionen Euro weniger als geplant
Die Haushaltssperre war bereits zum 8. September 2026 vom Kämmerer Dr. Raimund Berg in Abstimmung mit Bürgermeister Christian Pakusch verhängt worden. Der Stadtrat musste in der folgenden Sitzung darüber entscheiden, ob die Sperre bestehen bleibt. Nach Angaben der Stadt trifft die schwächere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland auch Willich. Besonders deutlich zeige sich das bei der Gewerbesteuer. Während das Land in seinen Orientierungsdaten noch von einem Plus von 5,4 Prozent ausgegangen sei, seien die Gewerbesteuereinnahmen landesweit tatsächlich um fast elf Prozent gesunken.
Das bedeutet die Sperre für Willich
Durch die Haushaltssperre dürfen nur noch Ausgaben geleistet und Aufträge erteilt werden, wenn dafür eine rechtliche Pflicht besteht oder sie für die Erfüllung wichtiger Aufgaben notwendig sind. Bestimmte Bereiche sind davon aber ausgenommen. Zuschüsse an Vereine und Verbände sowie die Sport- und Kulturförderung sollen weiterlaufen. Auch bereits geplante und regelmäßig stattfindende Veranstaltungen können nach Angaben der Stadt weiterhin stattfinden.