
Prozess wegen Brandstiftung startet in Krefeld
Am Amtsgericht Krefeld beginnt am Donnerstag (15. Januar) ein Prozess wegen schwerer Brandstiftung. Ein Mann aus Willich steht vor dem Schöffengericht.
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.01.2026 09:30
Am Amtsgericht Krefeld beginnt ein Prozess wegen schwerer Brandstiftung und Körperverletzung. Angeklagt ist ein 33 Jahre alter Mann aus Willich. Das Schöffengericht verhandelt den Fall ab 10 Uhr in Saal 105.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im September 2025 seine frühere Lebensgefährtin angegriffen und später versucht zu haben, ihre Wohnung in Brand zu setzen.
Angriff auf frühere Lebensgefährtin im Stadtgarten
Laut Anklage soll der Angeklagte am 18. September 2025 gegen 18 Uhr im Stadtgarten Krefeld auf seine ehemalige Lebensgefährtin getroffen sein. Nach verbalen Streitigkeiten habe er ihr ins Gesicht gespuckt und sie mit der flachen Hand geschlagen.
Außerdem soll er das Mobiltelefon der Frau beschädigt haben. Die Vorwürfe werden im Verfahren als Körperverletzung und Sachbeschädigung gewertet.
Wohnungstür angezündet – Nachbarn löschen Brand
Am selben Abend soll der Mann gegen 22:53 Uhr die Wohnanschrift der Frau im Krefelder Stadtgebiet aufgesucht haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verteilte er Benzin auf der Fußmatte vor der Wohnungstür im ersten Obergeschoss und zündete es an, um die Wohnung in Brand zu setzen.
Die Fußmatte fing sofort Feuer, die Flammen griffen auf die Wohnungstür über. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr konnten Nachbarn den Brand löschen, nachdem Rauchmelder im Haus ausgelöst hatten. Durch das Feuer kam es zu Verrußungen im Treppenhaus und Laubengang, die Wohnungstür wurde beschädigt, die Fußmatte vollständig zerstört.