
Prozess um schwere Gewalttaten in Viersen startet
Vor dem Landgericht Mönchengladbach beginnt ein Prozess um mehrere schwere Gewalttaten in Viersen. Laut Anklage geht es um Schüsse und einen Axt-Angriff.
Veröffentlicht: Montag, 15.06.2026 04:00
Prozessbeginn am Landgericht Mönchengladbach
Vor dem Landgericht Mönchengladbach muss sich ab Montag (15. Juni) ein Mann wegen mehrerer mutmaßlicher Gewalttaten in Viersen verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geht es um zwei verschiedene Fälle aus den Jahren 2022 und 2024. Im Mittelpunkt steht unter anderem ein Vorfall in einem Café in Viersen. Dabei soll ein Streit über die Rückzahlung von Geld eskaliert sein. Die Anklage wirft dem Mann schwere Gewalt gegen zwei Geschädigte vor.
Schüsse nach Streit in einem Café in Viersen
Laut Staatsanwaltschaft sollen sich der Angeklagte und weitere Personen in der Nacht zum 3. Juni 2024 in einem Café in Viersen aufgehalten haben. Dort soll es zu einem Streit über Geld gekommen sein. Demnach habe der Angeklagte einen Mann von hinten gewürgt, bis dieser kurzzeitig das Bewusstsein verloren habe. Später soll der Angeklagte draußen eine Schusswaffe gezogen und mehrfach in Richtung der Beine des Mannes geschossen haben. Das Opfer erlitt laut Anklage unter anderem einen Durchschuss am linken Oberschenkel sowie weitere Schussverletzungen an der linken Ferse und an beiden Unterschenkeln.
Vorwurf eines Axt-Angriffs in Dülken
Die Staatsanwaltschaft führt außerdem einen weiteren Fall aus dem Jahr 2022 an. Am 26. April 2022 soll der Angeklagte am Dülkener Busbahnhof mit einem anderen Mann in eine Auseinandersetzung geraten sein. Dabei soll er dem Geschädigten zunächst mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Danach soll er mit einer mitgeführten Axt auf den Kopf des Mannes eingeschlagen haben. Laut Anklage erlitt das Opfer erhebliche Schmerzen und eine etwa drei Zentimeter breite Platzwunde.