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Prozess um KFC-Uerdingen-Pleite beginnt
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Prozess um KFC-Uerdingen-Pleite beginnt

Nach der Insolvenz des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen aus dem Jahr 2021 startet am Donnerstag (23.10.2025) am Landgericht Krefeld der Prozess gegen drei Angeklagte.

Veröffentlicht: Donnerstag, 23.10.2025 06:21

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Anklage: Insolvenz bewusst verschleppt

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Es geht um Vorwürfe wie Insolvenzverschleppung, Subventionsbetrug, Untreue und das Vorenthalten von Arbeitnehmerentgelten. Laut Anklage wussten die ehemaligen Geschäftsführer bereits seit Januar 2020, dass der Verein zahlungsunfähig war. Der Insolvenzantrag wurde jedoch erst ein Jahr später, am 21. Januar 2021, gestellt. Zudem sollen in 52 Fällen zwischen März und Dezember 2020 keine Sozialabgaben für Vereinsmitarbeiter abgeführt worden sein. Weiterhin wirft die Staatsanwaltschaft den Ex-Geschäftsführern vor, für den damaligen Investor ein Auto auf Vereinskosten geleast und damit rund 68.000 Euro veruntreut zu haben.

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Vorwurf: Unrechtmäßige Coronahilfen

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Ein weiterer Schwerpunkt der Anklage betrifft Subventionsbetrug. Demnach sollen die Ex-Geschäftsführer trotz Kenntnis der drohenden Pleite im Herbst 2020 Coronahilfen in Höhe von rund 765.000 Euro beantragt und erhalten haben. Der Steuerberater aus Ratingen soll dabei geholfen haben und wurde bereits zur Rückzahlung verurteilt.

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Auch ehemaliger Investor angeklagt

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Der frühere Präsident und Investor steht ebenfalls mit auf der Anklagebank. Das Amtsgericht hatte ihn bereits zu zehn Monaten Bewährung und einer Zahlung von 10.000 Euro an karitative Einrichtungen verurteilt, wegen Beihilfe zur Untreue. Gegen dieses Urteil legte er Widerspruch ein.

Der Prozess soll die komplexen Vorwürfe rund um die KFC-Uerdingen-Pleite nun umfassend aufklären.

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