
Prozess in Krefeld: Bewaffnete Überfälle auf Autohändler
Zwei Männer aus Krefeld stehen wegen bewaffneter Überfälle auf Autohändler vor Gericht. Es geht um fast 50.000 Euro.
Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 07:22
Am 02.03.2026 beginnt vor der 2. großen Strafkammer ein Strafverfahren gegen einen 27 Jahre alten deutschen Angeklagten aus Krefeld sowie einen 26 Jahre alten Angeklagten, ebenfalls aus Krefeld. Ihnen wird gemeinschaftlicher besonders schwerer Raub in drei Fällen vorgeworfen, wobei es in zwei Fällen beim Versuch geblieben sein soll. Außerdem geht es um gemeinschaftliche besonders schwere räuberische Erpressung.
Fake-Autoinserate und bewaffnete Treffen
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen sich die Angeklagten im Zeitraum vom 20.05.2025 bis zum 28.06.2025 zusammengeschlossen haben, um durch bewaffnete Überfälle auf Gebrauchtwagenhändler Vermögenswerte zu erlangen. Dafür sollen sie auf einschlägigen Online-Plattformen nicht existierende Gebrauchtwagen angeboten und mit Kaufinteressenten Treffpunkte zur Übergabe vereinbart haben. Zur Umsetzung des Plans sollen weitere Personen eingebunden worden sein. Diese hätten, bewaffnet mit Schreckschusspistolen oder Reizgasspray und teilweise maskiert, den Interessenten aufgelauert und unter Vorhalt der Waffen das mitgebrachte Geld abgenommen.
Zwei Taten gescheitert – hoher Schaden entstanden
In zwei Fällen sollen die Kaufinteressenten den geplanten Angriff rechtzeitig bemerkt haben, sodass es beim Versuch geblieben sein soll. In einem weiteren Fall sollen die Angeklagten erfolgreich gewesen sein. Insgesamt sollen sie durch die Taten 49.400 Euro erlangt haben. Das Gericht muss nun klären, ob sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bestätigen.