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Premiere in St. Tönis: Erster CSD kommt im Sommer
© Kreis Queersen e.V.
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Premiere in St. Tönis: Erster CSD kommt im Sommer

Tönisvorst feiert im Juli Premiere mit dem ersten Christopher Street Day. Der Verein Kreis Queersen setzt damit ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.03.2026 15:47

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Am Samstag, den 11. Juli 2026, findet zum ersten Mal ein Christopher Street Day (CSD) in Tönisvorst statt. Der Verein Kreis Queersen e.V. organisiert die Veranstaltung, die unter dem Motto „Land.queer.hier. - Sichtbarkeit schafft Demokratie“ steht. Der Tag beginnt um 11:00 Uhr mit einem Demonstrationszug durch St. Tönis, der am Rathausplatz startet. Im Anschluss zieht die Veranstaltung in die Fußgängerzone weiter, wo von 12:00 bis 20:00 Uhr ein Kultur- und Begegnungsprogramm geplant ist. Auf einer zentralen Bühne wird es Musik, Redebeiträge aus Politik und Zivilgesellschaft sowie kulturelle Darbietungen geben. Bürgermeister Kevin Schagen hat die Schirmherrschaft für dieses Ereignis übernommen und setzt damit ein Zeichen für Respekt in der Stadt.

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Queere Sichtbarkeit im Kreis Viersen

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Der CSD im Kreis Viersen folgt einem besonderen Konzept, bei dem die Veranstaltung jährlich durch verschiedene Kommunen im Kreis wandert. Im vergangenen Jahr war bereits Nettetal der Austragungsort für den Aktionstag der queeren Community. Ziel des Vereins ist es, das Thema Vielfalt nicht nur in Großstädten, sondern gezielt im ländlichen Raum und in kleineren Städten präsent zu machen. Durch die öffentliche Präsenz sollen Lebensrealitäten sichtbar werden, die im Alltag oft weniger Beachtung finden. Die Organisatoren betonen, dass der CSD als familienfreundliches und barrierearmes Fest für die gesamte Stadtgesellschaft konzipiert ist. Es geht dabei vor allem um den Abbau von Vorurteilen und die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts vor Ort.

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Vorbereitungen und Bildungsangebote

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Bereits im Vorfeld des Demonstrationstages im Juli sind verschiedene Aktionen in Tönisvorst geplant, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Ein zentraler Bestandteil ist das Storytelling-Format „Queere Stimmen. Stadt. Land. Leben.“, bei dem Betroffene von ihren persönlichen Erfahrungen mit Identität und Diskriminierung berichten. Zusätzlich prüft der Verein aktuell Möglichkeiten für Bildungsangebote an weiterführenden Schulen, um junge Menschen für Respekt und Toleranz zu sensibilisieren. Da die konkreten Planungen für das Programm gerade erst angelaufen sind, sucht der Verein Kreis Queersen derzeit noch nach Sponsoren und Unterstützern aus der regionalen Wirtschaft. Unternehmen und engagierte Bürger können sich direkt beim Verein melden, um Teil des ersten CSD in Tönisvorst zu werden. Weitere Details zum Ablauf und den beteiligten Initiativen sollen in den kommenden Monaten folgen.

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