
Poser-Prozess: Streit geht weiter
Vergangene Woche hat ein Autoposer aus Willich erfolgreich gegen die Stadt Düsseldorf geklagt. Jetzt geht der Streit in eine neue Runde.
Veröffentlicht: Montag, 05.09.2022 15:50
Die Landeshauptstadt will das Urteil des Verwaltungsgerichts nicht hinnehmen. Im Interesse der Bürger würden alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, so ein Sprecher. In letzter Zeit war es Düsseldorf gelungen, durch Androhung ungewöhnlich hoher Strafen von bis zu 5.000 Euro das Aufkommen von Autoposern deutlich zu reduzieren. Die Stadt will sich deshalb auch von der Gerichtsentscheidung nicht vom Weg abbringen lassen. Das Gericht hatte dem Willicher Autofahrer Recht gegeben, der gegen die Androhung einer solch hohen Strafe geklagt hatte. Laut Justiz dürfe sich die Stadt nicht über die bundesweit geltende Straßenverkehrsordnung hinwegsetzen. Dort sind Strafen von üblicherweise 100, im Extremfall 2.000 Euro verankert. Düsseldorf will dagegen jetzt Berufung einlegen.