
Pisa-Ergebnisse zeigen sich auch am Niederrhein
Die schwachen PISA-Ergebnisse sorgen auch in Krefeld und im Kreis Viersen für Kritik. Die GEW spricht von Personalmangel, fehlendem Geld und ungleichen Bedingungen.
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Reaktionen aus Krefeld und dem Kreis Viersen
Die aktuellen Ergebnisse der internationalen PISA-Studie lösen auch am Niederrhein Reaktionen aus. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, kurz GEW, spricht in Krefeld von einer „Katastrophe“. Die GEW im Kreis Viersen nennt die Ergebnisse eine „bildungspolitische Bankrott-Erklärung“. Nach Angaben der Gewerkschaften zeigt sich das schlechte Abschneiden Deutschlands auch vor Ort. Besonders im Blick stehen dabei die Bedingungen an den Schulen in Krefeld und im Kreis Viersen.
GEW nennt mehrere Gründe für schwache Leistungen
Als zentrale Ursache nennen die Gewerkschaften zu wenig Personal an den Schulen. Nach ihrer Einschätzung kann das vorhandene Personal Kinder und Jugendliche nicht ausreichend begleiten und unterstützen. Dazu kommen aus Sicht der GEW ungleiche Voraussetzungen für Schülerinnen und Schüler. Björn Dexheimer von der GEW im Kreis Viersen sagt, schon im Kleinen werde deutlich, dass es keine gleichförmigen Bedingungen gebe. Auch fehlendes Geld spielt nach Darstellung der Gewerkschaften eine Rolle.
Schulen vor Ort stehen vor mehreren Herausforderungen
Nach Angaben der GEW in Krefeld und Viersen treffen an den Schulen immer mehr Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen familiären und kulturellen Hintergründen aufeinander. Gerade deshalb seien gute Rahmenbedingungen besonders wichtig. Die Gewerkschaft in Krefeld verweist außerdem auf eine stockende Digitalisierung an den Schulen. Auch das erschwere aus ihrer Sicht den Unterricht und die Förderung der Schülerinnen und Schüler. Philipp Einfalt, Vorsitzender der GEW in Krefeld, sieht darin einen weiteren wichtigen Punkt.
Deutschland so schwach wie noch nie
Die PISA-Studie untersucht weltweit alle drei Jahre die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Deutschland hat dabei dieses Jahr so schlecht abgeschnitten wie noch nie zuvor. Die Gewerkschaften in Krefeld und im Kreis Viersen sehen darin auch eine Bestätigung für Probleme, die sich aus ihrer Sicht schon länger im Schulalltag zeigen.
Homeschooling als Alternative?
Die AfD in Sachsen-Anhalt plant unter anderem Homeschooling in Sachsen-Anhalt wieder möglich zu machen. Die Gewerkschaften in Krefeld und im Kreis Viersen sehen das allerdings nicht als Lösung des Problems.



