
Philadelphiastraße: Baustelle wird teurer
Auf der Philadelphiastraße in Krefeld werden größere Kanäle verlegt. Das soll den Bereich besser vor Starkregen schützen und das Ganze kostet nochmal deutlich mehr.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 04:18
Krefeld: Größere Rohre für mehr Schutz
Auf der Philadelphiastraße in Krefeld werden aktuell breitere Rohre verlegt. Nach Angaben des Kommunalbetriebs Krefeld (KBK) ist der bereits fertiggestellte Abschnitt davon nicht betroffen und muss nicht wieder geöffnet werden. Betroffen ist der Bereich zwischen Schwertstraße und Alte Linner Straße. Dort wäre der alte Mischwasserkanal nach Angaben des KBK ohnehin zurückgebaut und ersetzt worden. Die neue Planung sieht nun aber deutlich größere Rohre vor, um das Gebiet besser auf starke Regenfälle vorzubereiten.
Philadelphiastraße: Kanal wird deutlich größer
Der bisherige Kanal hat einen Durchmesser von 40 Zentimetern. Jetzt werden dort Rohre mit 1 Meter 60 Durchmesser verlegt. Nach Angaben des KBK kann der neue Kanal auf einer Länge von 220 Metern dadurch mehr als 400 Kubikmeter zusätzliches Wasser aufnehmen. Außerdem sind zwei unterirdische Steuerbauwerke geplant. Sie sollen den Wasserabfluss gezielt regeln und das Regenrückhaltebecken am Voltaplatz besser nutzen.
Auswirkungen für Krefelder Wohngebiete
Die Maßnahmen sollen helfen, Wasser bei Starkregen besser aufzunehmen, weiterzuleiten und zwischenzuspeichern. Davon profitieren laut KBK nicht nur die Philadelphiastraße selbst, sondern auch angrenzende Wohngebiete wie das Kronprinzenviertel und das Hardenbergviertel. Zusätzlich ist auch eine Kanalsanierung auf der Schwertstraße vorgesehen. Im Anschluss sollen nach den aktuellen Planungen noch neue Fernwärmeleitungen durch die NGN verlegt werden. Die Bauarbeiten auf der Philadelphiastraße sollen insgesamt bis 2029 dauern, einen genauen Monat für die Fertigstellung nennt die Stadtverwaltung nicht.
Mehrkosten für das Bauprojekt
Durch die Änderungen steigen die Kosten für das Projekt deutlich. Der KBK beziffert die Mehrkosten für die Kanalvergrößerung, die Kanalsanierung auf der Schwertstraße, die Grundwasserabsenkung und die technischen Steuerbauwerke auf 1.890.000 Euro. Die Stadt begründet die Anpassungen mit neuen Berechnungen zu möglichen Regenereignissen in den kommenden Jahren. Ziel sei eine langfristig tragfähige Entwässerung in dem Bereich.