
PFAS: Trinkwasser in Willich wird teurer
Trinkwasser in Willich ist seit diesem Jahr teurer. Grund sind neue PFAS-Grenzwerte und eine teure Filteranlage. Haushalte zahlen im Schnitt 54 Euro mehr pro Jahr.
Veröffentlicht: Montag, 12.01.2026 13:13
Die Willicher Stadtwerke haben zum Jahresbeginn 2026 die Preise für Trinkwasser erhöht. Grund dafür ist eine neue Aktivkohle-Filtrationsanlage, die notwendig wurde, um die seit heute geltenden strengeren Grenzwerte für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) einzuhalten. Diese Chemikalien wurden 2023 in erhöhter Konzentration in drei Anrather Brunnen nachgewiesen, vermutlich durch illegal entsorgten Feuerlöschschaum.
Die neue Filteranlage kostete rund 1,4 Millionen Euro, hinzu kommen jährliche Betriebskosten von etwa 200.000 Euro. Um diese Ausgaben zu decken, haben die Stadtwerke sowohl den Arbeits- als auch den Grundpreis für Trinkwasser angehoben. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt nun etwa 54 Euro mehr pro Jahr.
Seit dem 1. Januar 2026 gelten folgende Preise:
- Arbeitspreis pro Kubikmeter Wasser: 2,03 Euro (vorher 1,93 Euro)
- Monatlicher Grundpreis: 19,26 Euro (vorher 16,05 Euro)
Neben den Kosten für die Filteranlage führen die Stadtwerke auch gestiegene Ausgaben für die Instandhaltung der Infrastruktur als Grund für die Preiserhöhung an.