
PFAS-Skandal: Stadtwerke Willich klagen
Die Stadtwerke Willich klagen gegen die Verursacher der PFAS-Verunreinigung, um die Kosten für eine neue Filteranlage in Höhe von 1,4 Millionen Euro zurückzuholen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.02.2026 10:46
Die Stadtwerke Willich haben angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Verursacher der PFAS-Verunreinigung ihres Trinkwassers einzuleiten. Die Chemikalien, die aus illegal entsorgtem Feuerlöschschaum stammen, haben die Wasserqualität erheblich beeinträchtigt. Zwei Männer wurden bereits zu Bewährungsstrafen verurteilt.
Um die neuen, seit Januar geltenden Grenzwerte für PFAS einzuhalten, mussten die Stadtwerke eine neue Filteranlage mit Aktivkohle installieren. Diese Maßnahme kostete 1,4 Millionen Euro, während die jährlichen Betriebskosten bei 200.000 Euro liegen. Diese Kosten wurden in den Wasserpreis integriert, was für einen Vier-Personen-Haushalt eine Erhöhung von etwa 50 Euro pro Jahr bedeutet.
Stadtwerke-Sprecher Daniel Wolter erklärte, dass Klagen vorbereitet werden, um die entstandenen Kosten zurückzufordern. „Das Verfahren wird jedoch Jahre dauern“, so Wolter. Ziel der Klage ist es, die finanziellen Belastungen durch die Filteranlage und deren Betriebskosten von den Verursachern zurückzuerhalten.