
Parfümerie Pieper schließt neun Filialen - auch in Viersen
Die insolvente Parfümerie Pieper schließt neun Filialen – auch in Viersen. 113 Geschäfte bleiben bestehen, rund 30 Jobs sind betroffen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.02.2026 07:39
Die insolvente Stadt-Parfümerie Pieper verkleinert ihr Filialnetz. Neun Standorte sollen in den kommenden Wochen schrittweise geschlossen werden. Das teilte das Unternehmen mit.
Betroffen sind Filialen in Essen, Dinslaken, Duisburg, Hamm, Hattingen, Mönchengladbach, Viersen sowie zwei Standorte in Oberhausen. In den übrigen 113 Geschäften soll der Betrieb weiterlaufen.
Rund 30 Beschäftigte betroffen
Nach Unternehmensangaben sind etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Schließungen betroffen. Ihnen sollen Weiterbeschäftigungsangebote in den verbleibenden Filialen gemacht werden. Geschäftsführer Oliver Pieper erklärte, die Entscheidung sei notwendig, um das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu schaffen.
Insolvenzverfahren läuft seit Februar
Die Parfümeriekette hatte im November beim Amtsgericht Bochum ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Verfahren wurde am 1. Februar eröffnet. Ziel ist eine nachhaltige Sanierung und eine Neuaufstellung für die Zukunft. Das bisherige Management bleibt im Amt.
Die 1931 in Bochum gegründete Kette gilt als größte inhabergeführte Parfümerie Deutschlands. Die meisten Filialen liegen in Nordrhein-Westfalen, weitere in Niedersachsen, Bremen und Hamburg. 2022 beschäftigte das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 1.000 Mitarbeiter.