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Online-Käufe sorgen in Krefeld für viel Ärger
© Verbraucherzentrale NRW
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Online-Käufe sorgen in Krefeld für viel Ärger

Die Verbraucherzentrale Krefeld hat 2025 mehr als 4.300 Anliegen bearbeitet. Besonders oft ging es um Online-Käufe, Verträge und Bezahldienste.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2026 04:15

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Viele Anfragen bei der Verbraucherzentrale in Krefeld

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Immer mehr Menschen in Krefeld holen sich Unterstützung bei Problemen im Alltag als Verbraucher. Das zeigt der Jahresbericht 2025 der Verbraucherzentrale Krefeld. Demnach hat die Beratungsstelle im vergangenen Jahr 4.329 Anliegen bearbeitet. Dazu kamen 94 Veranstaltungen wie Workshops, Online-Seminare, Aktions- und Infostände mit rund 2.650 Kontakten. Die Nachfrage bleibt damit auf einem hohen Niveau.

„Käufe, Buchungen oder Vertragsabschlüsse finden heute überwiegend digital statt. Das ist einerseits bequem, führt aber auch zu vielfältigen und immer komplexer werdenden Problemen. Wenn Anbieter dann nur noch per KI-gesteuertem Chatbot oder Kontaktformular erreichbar sind oder gar nicht reagieren, sind viele Verbraucher:innen überfordert“ - Peter Lindackers, Beratungsstellenleiter.

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Online-Bestellungen und Verträge oft problematisch

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Besonders häufig ging es laut Verbraucherzentrale um Ärger nach Online-Bestellungen, untergeschobene Verträge, missglückte Widerrufe und Abo-Fallen. Auch Probleme mit Zahlungsdiensten wie PayPal, Klarna oder Amazon Pay spielten im Berichtsjahr eine wichtige Rolle. Viele Betroffene hätten sich auf einen Käuferschutz verlassen und seien im Streitfall trotzdem nicht zu ihrem Geld gekommen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale wurden in Krefeld rund 2.500 Rechtsberatungen und -vertretungen durchgeführt. In vielen Fällen habe die Beratungsstelle dabei geholfen, berechtigte Ansprüche durchzusetzen oder unberechtigte Forderungen abzuwehren.

Besonders aus der Beratungspraxis in Erinnerung geblieben sind laut Jahresbericht auch falsche Lieferungen, strittige Retouren und abgelehnte Reklamationen. Hinzu kamen Beschwerden über Dokumenten-Dienstleister, die zur Kostenfalle wurden. Auch aufdringlicher Vertrieb beim Glasfaserausbau führte demnach zu unerwünschten Vertragsabschlüssen. Die Verbraucherzentrale berichtet außerdem von Ärger über teure Parkverstöße auf Supermarktparkplätzen und sogar abgeschleppte Autos.

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Neue Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz

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Auch Künstliche Intelligenz spielt in der Beratung eine immer größere Rolle. Laut Verbraucherzentrale sorgen KI-generierte Rechtsauskünfte teils für falsche Erwartungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wer sich auf solche automatischen Antworten verlässt, gehe mitunter von Rechten aus, die sich rechtlich nicht durchsetzen lassen. Gleichzeitig beobachtet die Beratungsstelle neue Risiken durch KI-generierte Inhalte, die Menschen in unseriöse Angebote lenken können. Die Verbraucherzentrale prüft nach eigenen Angaben aber auch, wie KI die eigene Arbeit sinnvoll ergänzen kann.

„Eine falsche KI-Rechtsauslegung führt oft zu Erwartungen, die sich rechtlich gar nicht durchsetzen lassen. Wir müssen diese Erwartungen dann in realistische Bahnen lenken - und manchmal auch enttäuschen“ - Peter Lindackers, Beratungsstellenleiter.

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Hoher Beratungsbedarf dürfte bleiben

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Die Verbraucherzentrale geht davon aus, dass der Beratungsbedarf in Krefeld hoch bleibt. Als Gründe nennt sie steigende Lebenshaltungskosten und die Auswirkungen internationaler Krisen. Gerade Haushalte mit wenig Geld seien dadurch besonders belastet. Wichtig sei deshalb, Menschen bei Alltagsproblemen zu helfen und finanziellen Schaden möglichst abzuwenden. Neben klassischen Verbraucherfragen ging es im vergangenen Jahr auch um Themen wie Energie, Klimaanpassung und Schuldnerberatung.

„Viele Menschen sind besorgt und verunsichert wegen der aktuellen Auswirkungen globaler Krisen wie dem Irankrieg. Steigende Preise für Energie und Lebenshaltung belasten gerade Haushalte mit geringem Einkommen. Da ist besonders wichtig und hilfreich, wenn wir bei Alltagsproblemen unterstützen und finanziellen Schaden abwenden können“ - Peter Lindackers, Beratungsstellenleiter.

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