
Olympia-Bewerbung: Firmen sehen große Chancen
Mehr als 80 Prozent der Unternehmen am Niederrhein erwarten wirtschaftliche Vorteile durch eine Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr. Das zeigt eine IHK-Umfrage.
Veröffentlicht: Montag, 16.03.2026 05:10
Viele Unternehmen am Niederrhein sehen eine mögliche Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr als große Chance für den Wirtschaftsstandort. Das zeigt eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern Mittlerer Niederrhein und Düsseldorf unter rund 700 Betrieben.
Nach Angaben der IHK rechnen mehr als 80 Prozent der Unternehmen mit positiven wirtschaftlichen Effekten, falls die Region den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhalten sollte. Rund jedes fünfte Unternehmen erwartet sogar sehr positive Auswirkungen, etwa 61 Prozent gehen von eher positiven Effekten aus. Dagegen rechnen nur 15 Prozent mit eher negativen und fünf Prozent mit sehr negativen Folgen.
IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz betont, dass sich die Wirtschaft damit klar für eine Bewerbung ausspreche. Neben möglichen Kosten dürften auch die Chancen nicht übersehen werden – etwa für Infrastruktur und die internationale Wahrnehmung der Region.
Einzelhandel besonders optimistisch
Besonders optimistisch zeigt sich laut Umfrage der Einzelhandel. Hier gehen knapp 83 Prozent der Betriebe von positiven Effekten aus.
Viele Unternehmen hoffen demnach auf neue Impulse für die Region. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten könne eine erfolgreiche Olympiabewerbung zusätzliche Investitionen, mehr Besucher und wirtschaftliche Dynamik bringen.
Diskussion über Chancen Anfang April in Krefeld
Über mögliche Auswirkungen einer Olympia-Bewerbung will die IHK Anfang April öffentlich diskutieren. Die Veranstaltung „Olympische Spiele – Impulsgeber für die Wertschöpfung am Mittleren Niederrhein“ ist für Dienstag, 7. April, um 18 Uhr in der YAYLA-Arena in Krefeld geplant.
Dabei soll es vor allem um Chancen für Infrastruktur, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung gehen. Experten, Vertreter aus Politik und Sport sowie Betreiber großer Sportstätten wollen über mögliche Effekte einer Olympiabewerbung sprechen.
Mit dabei sind unter anderem die Oberbürgermeister von Krefeld und Mönchengladbach, Frank Meyer und Felix Heinrichs, sowie Vertreter der Olympiabewerbung und des Deutschen Olympischen Sportbundes. Unternehmerinnen, Unternehmer und Interessierte können sich an der Diskussion beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.