
NRW plant hartes Gesetz gegen Schrottimmobilien
NRW will stärker gegen Schrottimmobilien vorgehen: Bis zu 500.000 Euro Bußgeld, Zwangsverwaltung und Enteignung sind geplant – auch Krefeld ist betroffen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.03.2026 07:41
Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will künftig deutlich härter gegen sogenannte Schrottimmobilien und ausbeuterische Unterkünfte vorgehen. Ein neues „Faires-Wohnen-Gesetz“ sieht dafür drastische Maßnahmen vor – darunter Bußgelder von bis zu 500.000 Euro, Zwangsverwaltungen und im Extremfall sogar Enteignungen. Ziel ist es, Menschen besser vor überteuerten und verwahrlosten Wohnungen zu schützen.
Besonders betroffene Städte – auch Krefeld dabei
Nach Angaben von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sind etwa 20 bis 25 Städte besonders betroffen. Dazu zählen neben Krefeld auch unter anderem Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Herne und Velbert. Häufig geht es um große Immobilien, in denen Menschen zu hohen Preisen unter schlechten Bedingungen wohnen – oft verbunden mit Arbeitsverhältnissen, die zusätzliche Abhängigkeiten schaffen.
Gütesiegel und strengere Kontrollen geplant
Kommunen sollen künftig stärker eingreifen können. Geplant ist unter anderem ein verpflichtendes Gütesiegel für Unterkünfte: Vermieter dürfen Wohnraum dann erst anbieten, wenn dieser geprüft und freigegeben wurde. Zudem soll die erlaubte Kurzzeitvermietung eingeschränkt werden. Mit dem Gesetz will das Land auch verhindern, dass kriminelle Geschäftsmodelle durch staatliche Leistungen indirekt unterstützt werden.