
NRW-Nahverkehr: Erste Tarifrunde endet ergebnislos
Die erste Tarifrunde für rund 30.000 Beschäftigte im NRW-Nahverkehr endet ohne Ergebnis. Arbeitgeber legen kein Angebot vor, ver.di zeigt sich enttäuscht.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.01.2026 05:24
Die Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen sind ohne Ergebnis gestartet. Das teilte die Gewerkschaft ver.di mit. Betroffen sind auch Verkehrsunternehmen hier in der Region.
Bei der ersten Verhandlungsrunde in Köln legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Stattdessen kündigten sie für die nächste Runde eigene Gegenforderungen an. Aus Sicht von ver.di ist das ein schlechtes Signal für die Beschäftigten, die den Nahverkehr täglich unter schwierigen Bedingungen am Laufen halten.
Ver.di kritisiert Arbeitgeber deutlich
Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, den Ernst der Lage zu verkennen. Die Arbeitsbelastung in den Betrieben sei seit Jahren hoch, gleichzeitig verschärfe sich der Fachkräftemangel weiter. Ohne ein verhandlungsfähiges Angebot drohten weitere Schritte im Tarifkonflikt, so ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech.
Ver.di kündigte an, die Beschäftigten zeitnah über das weitere Vorgehen zu informieren. Ob und wann es zu Arbeitsniederlegungen kommt, ist derzeit offen.
Diese Forderungen stehen im Raum
Im Mittelpunkt der Tarifrunde stehen vor allem Entlastungen für die Beschäftigten. Gefordert werden unter anderem kürzere Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich, mindestens elf Stunden Ruhezeit zwischen zwei Schichten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Verhandelt wird der Manteltarifvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Die Entgeltentwicklung ist bereits an den TVöD gekoppelt.
Konkrete Informationen zu möglichen Streiks gibt es aktuell noch nicht. Mögliche Auswirkungen würden davon abhängen, wie viele Mitarbeitende der jeweiligen Verkehrsunternehmen Mitglied bei ver.di sind.