
Niedrigwasser: Neue Maßnahmen für den Rhein
Das Niedrigwasser am Rhein sorgt weiter für Probleme am Niederrhein. Der Bund hat jetzt Sofortmaßnahmen für Transporte und Schifffahrt angekündigt.
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Krisenrunde in Bonn zum Rhein-Niedrigwasser
Das extreme Niedrigwasser am Rhein beschäftigt weiter Politik und Wirtschaft. Bei einer Krisenrunde in Bonn hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger mehrere Sofortmaßnahmen angekündigt. Ziel ist es, Lieferketten auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein aufrechtzuerhalten. Hintergrund sind die anhaltend niedrigen Pegelstände, die den Güterverkehr auf dem Wasser ausbremsen. Auch für den Niederrhein hat das direkte Folgen.
Mehr Güter sollen auf die Schiene wechseln
Nach Angaben des Ministers soll kurzfristig mehr Güterverkehr von Schiffen auf die Schiene verlagert werden. Dafür hat die Gütertransportgesellschaft DB Cargo zugesagt, zusätzliche Kapazitäten zu organisieren. Auch vermeidbare Baustellen auf wichtigen Ausweichstrecken sollen möglichst reduziert werden. Außerdem wird geprüft, ob das Sonntagsfahrverbot für Lkw bei besonders betroffenen Transporten zeitweise gelockert werden kann. Dazu will der Bund nach eigenen Angaben schnell mit den Ländern sprechen.
Fahrrinne am Niederrhein soll schneller vertieft werden
Ein weiterer Punkt betrifft den Niederrhein direkt. Dort soll die Fahrrinne schneller vertieft werden, damit Schiffe auch bei niedrigen Wasserständen mehr Ladung transportieren können. Zwischen Krefeld und Düsseldorf liegen die Baupläne bereits vor. Bisher fehlten dafür aber die finanziellen Mittel des Bundes. Unterstützung für den Ausbau kommt unter anderem von Binnenschiffern und von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer.
Wirtschaft blickt mit Sorge auf die Lage
Verbände und Unternehmen sehen die Entwicklung mit Sorge. Wenn Schiffe wegen des Niedrigwassers weniger laden können, geraten Lieferketten unter Druck. Das kann auch für Industrie und Häfen am Rhein zum Problem werden. Im Krefelder Hafen ist das Niedrigwasser schon jetzt spürbar: Schiffe können dort aktuell nur eingeschränkt beladen werden. Welle Niederrhein hatte vor kurzem berichtet, dass Transporte deshalb teils auf Lkw und Bahn verlagert werden.