
Niederrhein: Zukunft der Kodi-Filialen ungewiss
Bei KODi ist die Zukunft vieler Filialen ungewiss. Auch in Krefeld und im Kreis Viersen ist noch offen, ob Standorte schließen.
Veröffentlicht: Freitag, 24.07.2026 06:41
KODi stellt Insolvenzantrag in Eigenverwaltung
Wie es mit den KODi-Filialen in Krefeld und im Kreis Viersen weitergeht, ist aktuell noch unklar. Das Unternehmen hat erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das zuständige Amtsgericht Halle (Saale) hat dem Antrag nach Unternehmensangaben bereits entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Damit bleibt die Geschäftsführung im Amt und führt das Unternehmen unter Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters weiter. Der Geschäftsbetrieb soll an allen Standorten zunächst ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Filialen in Krefeld und im Kreis Viersen vorerst geöffnet
KODi betreibt am Niederrhein unter anderem Filialen in Krefeld, Viersen, Schwalmtal, Tönisvorst und Willich. Ob auch diese Standorte von möglichen Schließungen betroffen sind, teilt das Unternehmen derzeit nicht mit. Nach aktuellem Stand sollen bundesweit rund 50 der derzeit 150 Filialen geschlossen werden. Welche Standorte das konkret betrifft, soll erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Für Kundinnen und Kunden in der Region heißt das im Moment: Die Geschäfte bleiben zunächst geöffnet.
Hoher Druck im Einzelhandel als Grund
Als Gründe für den neuen Insolvenzantrag nennt KODi die schwierige Lage im deutschen Einzelhandel. Das Unternehmen verweist auf schwache Konsumstimmung, wachsenden Druck durch digitale Geschäftsmodelle, hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten und hohe Mieten. Mit der Restrukturierung soll der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden. Nach Angaben von KODi sind auch organisatorische Veränderungen und ein Abbau von Arbeitsplätzen möglich. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind für Juli, August und September 2026 über das Insolvenzgeld gesichert.