
Niederrhein: Sozialamt-Betrug vor Gericht
Ein Mann soll im Viersener Sozialamt über Jahre Geld veruntreut haben. Der Prozess startet am Dienstag (28.04.).
Veröffentlicht: Dienstag, 28.04.2026 06:24
Am Landgericht Mönchengladbach beginnt ein Prozess um einen mutmaßlichen Betrugsfall im Viersener Sozialamt. Angeklagt ist ein 50-jähriger Mann aus Wegberg.
Über Jahre Geld veruntreut?
Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann zwischen 2020 und 2024 als Sachbearbeiter gearbeitet und dabei systematisch Geld veruntreut haben. Er war demnach für Fördergelder an Arbeitgeber zuständig, die Menschen mit Behinderung beschäftigen.
Anträge offenbar selbst erfunden
Die Anträge soll er laut Anklage selbst erstellt haben – teilweise unter Verwendung echter Firmennamen. Das Geld soll er anschließend auf ein eigenes Konto überwiesen haben. Insgesamt geht es um rund 30 Fälle und einen Schaden von mindestens etwa einer halben Million Euro.
Fall durch Kollegin aufgefallen
Aufgeflogen sein soll der Betrug durch eine Kollegin, der eine Auszahlung verdächtig vorkam. Dem Angeklagten wird ein besonders schwerer Fall von Betrug vorgeworfen.