
Niederrhein: Nächster ÖPNV-Streik am Donnerstag
Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr ruft die Gewerkschaft ver.di erneut zu Warnstreiks auf. Donnerstag (19. März) stehen daher wieder Busse und Bahnen still.
Veröffentlicht: Montag, 16.03.2026 10:44
Werkstätten starten am ersten Streiktag
Am Mittwoch (18. März) sind vor allem Beschäftigte in Werkstätten und Instandhaltungsbereichen zum Warnstreik aufgerufen. Dazu gehören Teams, die Fahrzeuge warten und reparieren.
Diese Bereiche sind wichtig für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb von Bussen und Straßenbahnen. Durch die Arbeitsniederlegungen kann es deshalb bereits im Vorfeld zu Einschränkungen im Nahverkehr kommen.
Busse und Straßenbahnen am Donnerstag betroffen
Am Donnerstag (19. März) schließt sich Nordrhein-Westfalen einem bundesweiten Aktionstag an. Dann sollen Busse und Straßenbahnen von der ersten Frühschicht bis zur letzten Spätschicht weitgehend stillstehen.
S-Bahnen und Regionalzüge sind von den Warnstreiks nicht betroffen, weil sie nicht unter die laufende Tarifrunde fallen.
Streit um Arbeitsbedingungen im Nahverkehr
In Nordrhein-Westfalen sind mehr als 30.000 Beschäftigte aus rund 30 kommunalen Verkehrsunternehmen von den Tarifverhandlungen betroffen. ver.di fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen, Entlastung bei Schichtdiensten und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Die Gewerkschaft begründet die Streiks damit, dass es auch nach zwei Verhandlungsrunden noch kein konkretes Angebot der Arbeitgeber gebe. Die nächste Tarifrunde ist für den 24. März geplant.
Erster Warnstreik am Dienstag
Am Dienstag (17.3.) müssen Pendler wieder mit Ausfällen von Bussen und Straßenbahnen am Niederrhein rechnen. Die Rheinbahn hat bereits bestätigt: Die U76 zwischen Krefeld und Düsseldorf fällt aus. In Viersen geht die NEW davon aus, den Linienverkehr im Stadtgebiet größtenteils aufrechterhalten zu können - das gilt demnach auch für Schulbusse. Die SWK hat für Krefeld wieder einen Nofahrplan angekündigt. Fahrgäste informieren sich am besten vorab bei den Verkehrsunternehmen.