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Niederrhein: Kluft zwischen Arm und Reich wächst
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Niederrhein: Kluft zwischen Arm und Reich wächst

In Krefeld und im Kreis Viersen wächst nach Angaben der NGG die Kluft zwischen Arm und Reich. Die Gewerkschaft fordert bei Reformen mehr soziale Gerechtigkeit.

Veröffentlicht: Freitag, 17.04.2026 12:19

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NGG sieht soziale Schieflage in der Region

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In Krefeld und im Kreis Viersen wächst nach Einschätzung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, die Kluft zwischen Arm und Reich. Die NGG Krefeld-Neuss beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen von IT.NRW und der Arbeitsagentur. Demnach gibt es in Krefeld 106 Einkommensmillionäre, im Kreis Viersen sind es 128. Gleichzeitig arbeiten in Krefeld 95.600 Menschen in sozialversicherungspflichtigen Jobs, im Kreis Viersen sind es 97.400. Die Gewerkschaft spricht mit Blick auf diese Zahlen von einer sozialen Schieflage in der Region. Sie fordert von der Politik, bei anstehenden Reformen stärker auf Gerechtigkeit zu achten.

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So viele Beschäftigte kommen auf einen Millionär

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Nach den von der NGG genannten Zahlen kommen in Krefeld auf einen Einkommensmillionär 902 Beschäftigte. Im Kreis Viersen liegt dieser Wert bei 761 Beschäftigten pro Millionär. Die meisten Beschäftigten verdienen ihr Geld laut Gewerkschaft im Handwerk, in der Industrie oder in der Dienstleistung. Die NGG verweist darauf, dass viele Menschen trotz Arbeit hohe Ausgaben für Miete, Alltag und Mobilität schultern müssen. Zugleich gebe es eine kleine Gruppe mit sehr hohen Einkommen. Die Gewerkschaft sieht darin ein deutliches Gefälle zwischen normalen Einkommen und sehr hohen Verdiensten.

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Forderung nach fairen Reformen in Berlin

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Die NGG Krefeld-Neuss richtet ihre Forderungen vor allem an die Politik im Bund. Nach Ansicht der Gewerkschaft darf Arbeit nicht stärker belastet werden als Einkommen aus Vermögen. Gemeint sind damit zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Die NGG fordert, dass geplante Reformen bei Steuern, Rente und Gesundheit die Unterschiede zwischen Arm und Reich nicht weiter vergrößern. Außerdem spricht sie sich unter anderem für eine stärkere Debatte über Vermögensbesteuerung und den Spitzensteuersatz aus. Auch das Ehegattensplitting sieht die Gewerkschaft kritisch.

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Angaben stammen von NGG, IT.NRW und Arbeitsagentur

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Die vorgelegten Zahlen und Bewertungen stammen von der NGG Krefeld-Neuss. Als Grundlage nennt die Gewerkschaft Daten des Statistischen Landesamtes IT.NRW und der Arbeitsagentur. Die Aussage, dass die Kluft zwischen Arm und Reich wachse, ist eine Einordnung der NGG. Eigene zusätzliche Daten oder eine separate Bewertung anderer Stellen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Klar ist aber: Die Gewerkschaft nutzt die aktuellen Zahlen, um vor einer sozialen Schieflage in Krefeld und im Kreis Viersen zu warnen. Gleichzeitig verbindet sie das mit konkreten politischen Forderungen.

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