
Niederrhein: Altweiber meist friedlich verlaufen
Altweiber im Kreis Viersen und in Krefeld ist meist friedlich verlaufen. In Dülken gab es 21 Anzeigen, 10 Ingewahrsamnahmen und zwei Kliniktransporte mit Verdacht auf KO-Tropfen.
Veröffentlicht: Freitag, 13.02.2026 04:24
Karneval im Kreis Viersen überwiegend friedlich
Beim Altweibertreiben am 12. Februar 2026 feierten zahlreiche Jecke im Kreis Viersen trotz Regens auf Straßen und in Zelten. Laut Polizei verliefen die Veranstaltungen größtenteils ruhig. Die Sicherheitskonzepte, die Veranstalter gemeinsam mit Ordnungs- und Sicherheitsbehörden erarbeitet haben, bewährten sich.
Ein besonderer Fokus lag auf Viersen-Dülken. Dort versammelten sich rund 800 Menschen am Alten Markt, viele davon Jugendliche und Heranwachsende.
21 Strafanzeigen und 10 Ingewahrsamnahmen
In Dülken kam es dennoch zu mehreren Einsätzen. Nach Alkoholmissbrauch spricht die Polizei Platzverweise aus. Insgesamt wurden 10 Personen in Gewahrsam genommen. Zwei minderjährige Mädchen wurden in hilfloser Lage gefunden und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Es besteht der Verdacht, dass KO-Tropfen verabreicht wurden.
Zudem registrierte die Polizei eine Widerstandshandlung gegen Einsatzkräfte sowie einen Diebstahl einer Geldbörse. Insgesamt stellten die Beamten 21 Strafanzeigen und vier Ordnungswidrigkeiten.
Polizei zeigt weiter starke Präsenz
Nach Angaben der Polizei verhindert die starke Präsenz vor Ort weitere Straftaten. Auch an den kommenden Karnevalstagen kündigt die Kreispolizeibehörde Viersen verstärkte Kontrollen im gesamten Kreisgebiet an.
Die Polizei rät: Achtet aufeinander, macht Einsatzkräften Platz, sichert Wertsachen und nehmt keine Getränke von Fremden an. Im Notfall gilt die 110.
In Krefeld ist der Altweiberdonnerstag ebenfalls größtenteils friedlich verlaufen, meldet die Polizeibehörde.