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Niederrhein: Abwasser wird teurer - Betriebe stark belastet
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Niederrhein: Abwasser wird teurer - Betriebe stark belastet

Die Abwassergebühren am Mittleren Niederrhein steigen deutlich. Besonders teuer ist es im Kreis Viersen. Krefeld liegt nur noch im Mittelfeld.

Veröffentlicht: Freitag, 02.01.2026 09:30

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Die Abwassergebühren am Mittleren Niederrhein sind in den vergangenen zwei Jahren spürbar gestiegen. Das zeigt ein aktuelles Ranking der IW Consult im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Für viele Unternehmen wird Abwasser damit zu einem immer größeren Kostenfaktor.

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Krefeld rutscht ab, bleibt aber im Mittelfeld

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Krefeld liegt im aktuellen Ranking je nach Branchenmodell auf den Plätzen 12 bis 14 von insgesamt 25 untersuchten Kommunen. Für ein durchschnittliches Unternehmen der chemischen Industrie fallen dort inzwischen rund 207.000 Euro pro Jahr an Abwassergebühren an. Das sind mehr als 20 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Weil andere Kommunen ihre Gebühren weniger stark erhöht haben, ist Krefeld im Ranking weiter nach unten gerutscht.

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Kreis Viersen besonders stark betroffen

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Deutlich schlechter fällt die Bilanz für den Kreis Viersen aus. Sieben der neun Kommunen landen im unteren Drittel des Rankings. Besonders hoch sind die Gebühren in Nettetal und Viersen. Dort müssen Unternehmen der chemischen Industrie inzwischen mehr als 300.000 Euro pro Jahr zahlen. Damit liegen die Kosten dort mehr als doppelt so hoch wie in der günstigsten Kommune Dormagen, wo rund 121.000 Euro fällig werden.

Auch andere Städte im Kreis schneiden schlecht ab: Grefrath, Schwalmtal, Kempen und Willich gehören ebenfalls zu den teuersten Standorten. Lediglich Tönisvorst schafft es noch in die günstigere Hälfte des Rankings.

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IHK warnt vor Standortnachteil

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Laut IHK haben 22 der 25 untersuchten Kommunen ihre Abwassergebühren seit 2023 erhöht. Im Durchschnitt stiegen die Kosten für Unternehmen um rund 15 Prozent. IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz warnt davor, dass diese Entwicklung die Betriebe zusätzlich belastet – gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten mit hohen Energiepreisen.

Die Unterschiede zwischen den Kommunen seien inzwischen extrem. Während einige Städte moderat erhöhen, bleiben andere dauerhaft auf einem sehr hohen Niveau. Die IHK fordert deshalb mehr Transparenz bei der Gebührenkalkulation und sieht auch für Krefeld weiteren Handlungsbedarf, um nicht weiter abzurutschen.

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