
Neuer Windstrom-Vertrag für den Chempark Krefeld
Currenta hat neuen Windstrom für den Chempark Krefeld gesichert. Der Grünstrom aus Olsberg soll helfen, CO₂-Emissionen am Standort zu senken.
Veröffentlicht: Dienstag, 07.07.2026 07:40
Neuer Windstrom für den Chempark in Krefeld
Der Chempark-Betreiber Currenta hat einen neuen Liefervertrag für Strom aus Windkraft abgeschlossen. Der Grünstrom stammt aus dem Windpark Mannstein in Olsberg in Nordrhein-Westfalen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen jährlich 41 Gigawattstunden Strom geliefert werden. Das entspricht laut Unternehmen dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 10.800 Einfamilienhäusern. Mit dem Vertrag will Currenta die Versorgung im Chempark Schritt für Schritt klimafreundlicher machen.
Abgeschlossen wurde der Vertrag mit MVV Trading, der Handelstochter des Mannheimer Energieunternehmens MVV. Es handelt sich um ein sogenanntes Power Purchase Agreement, kurz PPA. Das ist ein langfristiger Stromliefervertrag. Solche Verträge sollen Unternehmen Planungssicherheit geben und helfen, erneuerbare Energien direkt in die Versorgung einzubinden. Currenta baut damit nach eigenen Angaben sein Portfolio an erneuerbaren Energiequellen weiter aus.
Strom für Unternehmen im Chempark
Der neue Windstrom soll Unternehmen an den Chempark-Standorten mit erneuerbarer Energie versorgen. Currenta nennt dabei ausdrücklich auch die Bayer AG als Kunden. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen zu senken und die Dekarbonisierung voranzubringen. Dekarbonisierung bedeutet, dass der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid Schritt für Schritt verringert werden soll. Für Industrieunternehmen spielt das eine wichtige Rolle, weil Energieversorgung und Produktion oft eng zusammenhängen.
Nach Angaben von Currenta knüpft der neue Vertrag an bestehende Partnerschaften im Bereich erneuerbarer Energien an. Bereits Anfang 2025 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben PPAs für Solarstrom abgeschlossen. Mit Wind- und Solarenergie soll die Stromversorgung im Chempark breiter aufgestellt werden. So will Currenta nach eigener Darstellung steigenden Anforderungen von Kunden, Gesellschaft und Regulierung gerecht werden. Gleichzeitig soll die Versorgung der Standorte zuverlässig bleiben.
Energiewende im Chempark wird weiter ausgebaut
Currenta beschreibt den neuen Vertrag als weiteren Baustein für die Transformation der Energieversorgung im Chempark. Neben der Herkunft des Stroms geht es dem Unternehmen auch um eine langfristige Strategie. Durch verschiedene Quellen erneuerbarer Energie soll ein diversifiziertes System entstehen. Damit will der Betreiber die Industrie im Chempark bei ihren eigenen Nachhaltigkeitszielen unterstützen. Der Ausbau klimafreundlicher Energie gehört damit zu den zentralen Themen am Standort.
Dass Currenta den Chempark in Krefeld klimafreundlicher aufstellen will, zeigt sich auch an anderen Projekten. Erst vor wenigen Wochen ist im Chempark Uerdingen ein neuer Elektrodenkessel in Betrieb gegangen. Er soll den Kohleausstieg voranbringen und die Produktionsbetriebe mit klimafreundlicherer Prozesswärme versorgen. Eine zweite Anlage ist nach Angaben des Betriebs bereits geplant.