
Neuer Blauzungen-Fall in NRW - Niederrhein in Schutzzone
Am 9. Januar 2026 ist in Nordrhein-Westfalen ein weiterer Fall der Blauzungenkrankheit festgestellt worden. Krefeld und der Kreis Viersen liegen jetzt in der Schutzzone.
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.01.2026 05:02
Bei einem Kalb aus einem Betrieb in Herzogenrath in der Städteregion Aachen wurde im Rahmen einer Handelsuntersuchung das Virus BTV-8 nachgewiesen. Damit gibt es nun einen zusätzlichen Ausbruchsbetrieb in NRW.
Der neue Nachweis hat direkte Auswirkungen auf die bestehende Schutzzone. Diese war bereits aufgrund eines früheren Ausbruchs im Eifelkreis Bitburg-Prüm eingerichtet worden und umfasst einen Radius von 150 Kilometern um den jeweiligen Ausbruchsbetrieb.
Schutzzone wird ausgeweitet – Kreis Viersen und Krefeld betroffen
Durch den neuen BTV-8-Fall vergrößert sich die Schutzzone in Nordrhein-Westfalen. Sie umfasst nun den gesamten Kreis Viersen sowie die Stadt Krefeld. Für Betriebe in diesen Gebieten gelten ab sofort zusätzliche Vorgaben.
Betroffen sind vor allem Halter von Rindern, Schafen, Ziegen und Neuweltkameliden. Für Tiere aus der Schutzzone gelten strengere Transportauflagen, insbesondere beim Verbringen in andere Regionen oder Bundesländer.
Was Tierhalter jetzt wissen müssen
Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird und ausschließlich Wiederkäuer betrifft. Für Menschen besteht keine Gefahr. Auch Fleisch- und Milchprodukte können weiterhin ohne Bedenken verzehrt werden.
Für euch als Tierhalter ist entscheidend, die aktuellen Transport- und Meldepflichten einzuhalten und sich regelmäßig über neue Entwicklungen zu informieren, da sich die Lage weiter verändern kann. Hier kommt ihr zur offiziellen Seite vom Land NRW.
