
Neue Stromtrasse: Jetzt starten die Arbeiten in Willich
Im Willicher Norden starten in dieser Woche die Bauarbeiten für die Stromtrasse A-Nord. In den kommenden Monaten sind auch Nachttransporte und Sperrungen möglich.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.2026 03:44
Bauarbeiten für A-Nord beginnen in Willich
Im Willicher Norden beginnen in dieser Woche die Bauarbeiten für die neue Stromtrasse A-Nord. Das teilt die Stadt Willich unter Verweis auf den Netzbetreiber Amprion mit. Demnach startet der Bau im Stadtgebiet am Dienstag, 28. Juli 2026. Die Gleichstromverbindung soll Emden mit Meerbusch-Osterath verbinden. Für Willich bedeutet das in den kommenden Monaten Bauarbeiten entlang der Trasse und weitere Transporte von schwerem Material.
Nachttransporte im Norden von Willich geplant
Nach Angaben von Amprion und der Stadt sollen in den nächsten Monaten schwere Erdkabel zu den verschiedenen Bauabschnitten gebracht werden. Diese Schwertransporte finden überwiegend nachts statt, damit der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird. Trotzdem kann es zeitweise zu Straßensperrungen kommen. Die Arbeiten laufen schrittweise entlang der Trasse. Der Verlauf führt im äußersten Norden von Willich an der Stadtgrenze zu Krefeld entlang.
Stromtrasse durch Willich, Kempen und Tönisvorst
Die Leitung A-Nord ist rund 300 Kilometer lang und verläuft auch durch Willich, Kempen und Tönisvorst. Sie soll künftig bis zu zwei Gigawatt Windstrom von der Nordsee nach Nordrhein-Westfalen transportieren. Zusammen mit der Trasse Ultranet entsteht laut Amprion ein großer Windstromkorridor. Nach bisherigen Angaben soll die Leitung ab 2027 in Betrieb gehen. Die Trasse soll nach Angaben von Amprion Strom für rund zwei Millionen Menschen transportieren.
Bedeutung für die Region am Niederrhein
Für die Menschen in der Region ist das Projekt vor allem durch die Bauarbeiten und mögliche Verkehrsfolgen spürbar. Größere Verkehrsbehinderungen sind nach früheren Angaben zum Projekt zwar nicht vorgesehen, zwischenzeitliche Sperrungen auf kleineren Straßen oder Feldwegen bleiben aber möglich. Die Stromtrasse ist Teil des Netzausbaus für die Energiewende. Hintergrund ist, dass Windstrom häufig im Norden erzeugt wird, aber auch in anderen Teilen des Landes gebraucht wird. Willich, Kempen und Tönisvorst liegen damit direkt an einem der großen Stromprojekte in Deutschland.