
Neue Solaranlage am Flughafen Düsseldorf gestartet
Am Düsseldorfer Flughafen ist eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Sie soll rund 16 Prozent des Strombedarfs des Airports decken.
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.2026 08:20
Neue Solaranlage am Flughafen Düsseldorf
Am Flughafen Düsseldorf ist eine neue Photovoltaik-Anlage direkt an der Start- und Landebahn in Betrieb gegangen. Nach Angaben des Flughafens ist es mit 31.014 Solarmodulen und einer Leistung von bis zu 16 Megawatt die größte Anlage dieser Art an einem deutschen Flughafen. Die Solarfläche liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnsystem und erstreckt sich über rund 140.000 Quadratmeter. Damit baut der Airport seine eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen weiter aus. Das Projekt gilt aus Sicht von Politik und Betreibern als wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz und eine nachhaltigere Energieversorgung.
So viel Strom liefert die Anlage
Der erzeugte Strom soll nach Angaben des Flughafens rund 16 Prozent des jährlichen Strombedarfs des Airports abdecken. Der Jahresverbrauch liegt demnach bei 93,3 Millionen Kilowattstunden. Die neue Anlage speist den Strom vollständig in das Netz des Flughafens ein. Die erzeugte Energiemenge reicht laut Flughafen rechnerisch aus, um rund 4.200 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Zusätzlich soll die Anlage pro Jahr etwa 3.650 Tonnen CO₂ einsparen.
Betrieb über langfristigen Vertrag geregelt
Geplant und gebaut wurde die Anlage von der Firma ZPV. Das Unternehmen wird sie nach Angaben des Flughafens auch in den kommenden 25 Jahren betreiben. Der Flughafen kauft den erzeugten Strom über ein sogenanntes Power Purchase Agreement, also einen langfristigen Stromliefervertrag, direkt ab. Ergänzt wird das Projekt durch Stromspeicher mit einer Kapazität von bis zu 25 Megawattstunden. Sie sollen helfen, die erzeugte Energie effizienter zu nutzen.
Sicherheit an der Start- und Landebahn geprüft
Nach Angaben des Flughafens standen bei Planung und Bau vor allem Sicherheits- und Umweltaspekte im Mittelpunkt. Ein Gutachten habe bestätigt, dass die Module den Luftverkehr nicht durch Blendung beeinträchtigen. Auch die Radarverträglichkeit und andere sicherheitsrelevante Einrichtungen für Flugverkehr und Navigation seien geprüft worden. Außerdem seien Auswirkungen auf Natur und Umwelt berücksichtigt und Ausgleichsflächen in der Nähe des Flughafens geschaffen worden. Der Flughafen verweist darauf, dass das Projekt auch international auf Interesse stößt.