
Nettetal: Notunterkunft wird dauerhaft genutzt
Die Notunterkunft in Kaldenkirchen wird dauerhaft genutzt. Die Stadt Nettetal will so Kosten sparen und mehr eigene Plätze schaffen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.2026 05:10
Die Notunterkunft an der Buschstraße in Kaldenkirchen soll künftig dauerhaft für geflüchtete Menschen genutzt werden. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Nettetal mehrheitlich beschlossen.
Die ehemalige Hauptschule wird entsprechend umgebaut. Geplant sind unter anderem Verbesserungen bei Sanitäranlagen und Küchen. Dafür sind rund 300.000 Euro eingeplant.
Stadt will unabhängiger werden
Mit der Umwidmung verfolgt die Stadt ein klares Ziel: mehr Unterbringungsplätze im eigenen Bestand. In der Unterkunft an der Buschstraße sollen künftig 81 Plätze zur Verfügung stehen.
Zusätzliche Kapazitäten entstehen durch einen Neubau in Breyell, der voraussichtlich ab Mitte 2027 genutzt werden kann. Dort sind rund 70 weitere Plätze geplant. Insgesamt will Nettetal in den kommenden fünf Jahren etwa 500 Plätze schaffen, um weniger auf angemietete Immobilien angewiesen zu sein.
Einsparungen und Integration im Fokus
Ein wichtiger Grund für die Entscheidung sind die Kosten: Ab 2028 könnten laut Stadt jährlich rund 400.000 Euro eingespart werden.
Neben finanziellen Aspekten spielte auch die Integration eine Rolle. Durch feste Standorte und eigene Infrastruktur – etwa eine eigene Küche statt Catering – sollen Lebensqualität und Integration der Geflüchteten verbessert werden.