
Nachhaltigkeit im Kleinen - was wir am Niederrhein tun (können)
Wenn Klimaschutzminister Habeck seine Pläne vorstellt, da wird uns schonmal kurz Angst und Bange. "Wie soll das gehen?", fragen sich da viele Menschen in Krefeld und dem Kreis Viersen. Zurecht! Aber es geht auch anders, kleiner...
Veröffentlicht: Dienstag, 25.01.2022 14:31
Der Niederrhein macht mit beim Klimaschutz
...und groß muss es nicht immer sein
Wichtig ist: Es muss nicht immer groß sein. Ihr müsst nicht immer die ganze Welt verändern. Aber jeder von uns kann zumindest einen kleinen Beitrag leisten, damit unsere Umwelt ein Stück sauberer wird. Und was genau das ist, welche Projekte es am Niederrhein gibt und wie einfach es tatsächlich ist, das wollen wir Euch in unserem Programm, aber auch hier in dieser Übersicht zeigen.
Ihr macht schon viel
Krefeld und der Kreis Viersen hat schon zahlreiche Ideen, die wir wirklich klasse finden. Mehr mit dem Fahrrad fahren, regional kaufen, immer einen Einkaufsbeutel parat haben, Second-Hand kaufen, Geschenke nicht in bedrucktem Papier verpacken, usw.
Von einigen, da habt Ihr auf den Straßen in Krefeld und Kempen erzählt:
Die Menge macht es am Ende. Und deswegen ist es toll, dass es am Niederrhein inzwischen richtig, richtig gute Aktionen gibt.
Müllsammel-Aktionen
Ein großes Problem ist das Thema Müll. Es könnte so einfach sein, wenn jeder einfach selbst den Dreck mitnimmt, den er gemacht hat. Leider passiert das aber viel zu selten. Gut, dass es Organisationen wie "Unser sauberes Krefeld" des Bürgervereins Bahnbezirk 1898 Krefeld, "Schwalmtal räumt auf" oder Guerilla Picking Uerdingen gibt. Die "Guerilla-Picker" haben dafür zuletzt erst den Preis für "Bürgerschaftliche Selbsthilfe" der Stadt Krefeld bekommen. Wir haben mit Ihnen gesprochen:
Hier erfahrt Ihr mehr über die Aktion "Unser sauberes Krefeld":
Unverpackt-Läden in Krefeld und dem Kreis Viersen
Unverpackt-Läden funktionieren eigentlich ganz einfach: Du gehst mit deiner Tupperdose, deiner Flasche oder mit welchem Gefäß auch immer hin. Hier füllst du dir einfach so viel von den Sachen ab, wie du haben willst. Das können Cornflakes sein. Obst - oder auch Waschmittel. Das Gewicht entscheidet dann, wie viel du bezahlen musst.
Solche Unverpackt-Läden gibt es in zum Beispiel hier:
- Fantastik ohne Plastik, Niederkrüchten
- Handvoll.unverpackt in Süchteln
- Binger - ganz unverpackt in Willich
In Krefeld hat es zwischenzeitlich auch ein solches Geschäft gegeben, dieses ist aber inzwischen wieder geschlossen.
Der Honig von hier!
Im Supermarkt stehen sie reihenweise. Die Tuben mit dem Honig aus der Provence und von sonst wo auf der Welt. Genau das brauchen wir aber eigentlich nicht. Denn wir haben auch eigenen Honig hier am Niederrhein. Aus der Region für die Region quasi. Wie das funktioniert und was Ihr damit auch noch Gutes tut, das könnt Ihr Euch in unserem Talk am Sonntag mit dem Imker Patrick aus Krefeld nochmal anhören.
Wenn Ihr Honig von hier kaufen möchtet, dann geht das zum Beispiel bei verschiedensten Bauernläden in der Region oder ganz einfach in der Einfahrt beim Imker um die Ecke. Der Imkerverein Tönisvorst hat da eine ganze Liste zusammengestellt. Lässt sich teilweise mit einem richtig guten Spaziergang verbinden ;-)
Too good to go
"Zu gut zum gehen" - oder auch freier übersetzt: "Zu gut zum wegschmeißen". Das ist die Idee und auch gleichzeitig der Name der App, die am Niederrhein immer mehr Fans gewinnt. Gastronomen, Floristen, Bäckerinnen und viele mehr können hier Angebote einstellen, dass Lebensmittel oder eben auch Blumen zwar nicht mehr verkauft werden können, aber noch zu gut zum wegschmeißen sind. Ihr könnt Euch gegen einen kleinen Preis Angebote und damit gute Lebensmittel, Blumen oder anderes sichern.
In der App Too good to go sind am Niederrhein zum Beispiel dabei: verschiedene EDEKA Märkte in Viersen und Willich, ein Bäcker aus Hüls oder eine Floristin aus Tönisvorst. Checkt die App doch mal und vielleicht könnt Ihr auch bald für kleines Geld noch Lebensmittel oder Blumen retten.
Second-Hand-Kleidung kaufen
Was früher öko und uncool war, ist heute richtig im Trend: Second-Hand-Kleidung kaufen. Also die Kleidung, die zwar schon einmal getragen wurde, aber noch top in Schuss ist. Nicht nur, dass man tolle Teile wiederentdeckt, man tut auch richtig was für unsere Umwelt. Isabel Thiele vertreibt in Ihrem Frauenzimmer in Tönisvorst Neu- und auch gebrauchte Ware nebeneinander - ohne Unterscheidung. Ein Konzept, das immer mal wieder für Überraschungen sorgt, hat sie uns erzählt:
Schätze entdeckt man dann schon so wieder.
Ein anderes Konzept hat Katariina Örmä mit Ihrem Lädchen "Vergiss mich nicht" in Kempen. Wie das funktioniert, darüber haben wir am Mittwochmorgen in unserer Sendung gesprochen:
Ihr könnt selbst die Stangen bei Katariina mieten. Alle Infos dazu gibt es bei Vergiss mein nicht auf der Website.
Oceansafe - Meere säubern aus Krefeld
Kleidung muss biologisch abbaubar sein, sagt Oceansafe. Eine Firma aus der Schweiz, die aber auch in Krefeld einen Sitz haben. Wieso, weshalb, warum - das hat uns Matthias Fuchs von OceanSafe erklärt:
Nachhaltig naschen! Mit "One-upon-a-bean" aus Krefeld
Lisa Sanders und Marvin Coböken aus Krefeld haben ein eigenes Unternehmen gegründet und verkaufen nachhaltige Schokolade. Mit "One-upon-a-bean" zeigen sie, wie klimafreundlich Schokolade sein kann...und wie lecker selbstverständlich. Was die Beiden zu Ihrem Krefelder Startup sagen, das könnt Ihr Euch hier anhören:
Bleibt dran!
Wir beschäftigen uns die ganze Woche noch mit der Frage: "Wie können wir als kleine Niederrheiner von nebenan, ein bisschen was für's Klima tun?". Alle Themen und Beiträge, die Ihr bei uns im Programm hört, die packen wir Euch die Woche über hier rein. So viel sei gesagt: Es geht noch um nachhaltige Stoffe, Second-Hand-Geschäfte, usw. Dranbleiben lohnt sich also.