
Milliardenauftrag für Siemens-Werk in Krefeld
Im Siemens-Werk in Krefeld sollen neue Italo-Schnellzüge gebaut werden. Der Auftrag hat laut Siemens ein Volumen von rund drei Milliarden Euro.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2026 05:03
Siemens-Auftrag für Werk in Krefeld
Im Siemens-Werk in Krefeld sollen bald neue Schnellzüge für Deutschland gebaut werden. Auftraggeber ist laut Siemens Mobility das italienische Bahnunternehmen Italo. Nach Unternehmensangaben wurden 26 neue Hochgeschwindigkeitszüge bestellt. Es gibt außerdem die Möglichkeit, später noch 14 weitere Züge zu kaufen. Der Auftrag hat laut Siemens ein Volumen von rund drei Milliarden Euro.
Neue Züge ab 2028 im Einsatz
Die neuen Züge sollen nach Angaben von Siemens ab Mitte 2028 in Deutschland fahren. Geplant sind demnach unter anderem Verbindungen auf den Strecken München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg. Damit würde Italo in den deutschen Fernverkehr einsteigen. Auftraggeber ist das Unternehmen Italo, dessen Vorsitzender der frühere Ferrari-Chef Luca di Montezemolo ist. Die Züge werden in Krefeld gebaut, die Wartung soll später in Dortmund stattfinden.
Bedeutung für den Standort Krefeld
Neue Arbeitsplätze soll der Auftrag in Krefeld laut Siemens zwar nicht schaffen. Für das Werk bedeutet der Auftrag nach Unternehmensangaben aber volle Auftragsbücher. Damit bauen in Krefeld künftig Züge für unterschiedliche Auftraggeber. Neben Fahrzeugen für die Deutsche Bahn sollen dort dann auch Züge für den italienischen Anbieter Italo entstehen. Für den Standort ist das ein weiterer großer Bahnauftrag.
Hintergrund zu den bisherigen Planungen
Bereits im Mai 2026 war berichtet worden, dass Italo den Einstieg in den deutschen Fernverkehr plant und Krefeld als möglicher Produktionsstandort im Gespräch ist. Damals war noch von einer offenen Entscheidung die Rede. Inzwischen hat Siemens Mobility den Auftrag nach eigenen Angaben bestätigt. Genannt werden jetzt 26 bestellte Schnellzüge mit einer Option auf 14 weitere Fahrzeuge. Der jetzt bestätigte Auftragswert liegt laut Siemens bei rund drei Milliarden Euro.