
Mehr Schutz für Leiharbeitende: Nettetal handelt
Nettetal tritt einem neuen Interreg-Projekt bei. Ziel ist mehr Kontrolle und bessere Zusammenarbeit gegen die Ausbeutung von EU-Leiharbeitenden.
Veröffentlicht: Montag, 29.12.2025 09:30
Die Stadt Nettetal beteiligt sich an einem neuen Interreg-Projekt, um die Ausbeutung von Leiharbeitenden aus EU-Staaten wirksamer zu bekämpfen. Das Projekt setzt auf eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden und wird von der Europäischen Union gefördert.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus
Hintergrund sind immer wieder gemeldete Missstände bei Arbeitskräften aus Ländern wie Rumänien, Polen, Ungarn und Bulgarien, die diesseits und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze beschäftigt sind. Das Thema wurde zuletzt im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Inklusion der Stadt Nettetal intensiv beraten.
Mit dem Projekt „EU-Arbeitsmigranten – Kontrolle ist gut, Zusammenarbeit ist besser – eine grenzüberschreitende Schutz- und Exitstrategie“ soll ein umfassendes Bild über Zeitarbeitsfirmen, Institutionen und beteiligte Akteure entstehen. Ziel ist es, mögliche Missstände frühzeitig zu erkennen und wirksam dagegen vorzugehen.
Mehr Kontrolle, bessere Kommunikation
„Wir bekämpfen das Problem noch intensiver und setzen uns gemeinsam mit den niederländischen Behörden für menschenwürdige Wohn- und Arbeitsbedingungen ein“, erklärte der Erste Beigeordnete Andreas Rudolph. Ein zentraler Baustein des Projekts ist der enge Informationsaustausch aller zuständigen Kontrollbehörden sowie kurze Kommunikationswege über die Grenze hinweg.
Im Rahmen der Zuständigkeit nach dem Wohnraumstärkungsgesetz will Nettetal dazu beitragen, ein vollständiges grenzüberschreitendes Gesamtbild zu erhalten. So sollen Kontrollen verbessert, Strukturen transparenter gemacht und der Schutz von Arbeitsmigrantinnen und -migranten nachhaltig gestärkt werden.