
Mehr Praxis für Schüler in Krefeld
Zwei Krefelder Schulen arbeiten künftig mit der Siempelkamp Giesserei zusammen. Die Partnerschaft soll Schülern den Einstieg in Ausbildung und Beruf erleichtern.
Veröffentlicht: Montag, 06.07.2026 07:08
Neue Partnerschaft in Krefeld beschlossen
Zwei Schulen in Krefeld arbeiten künftig enger mit der Siempelkamp Giesserei GmbH zusammen. Nach Angaben der IHK Mittlerer Niederrhein haben die Realschule Horkesgath und die Robert-Jungk-Gesamtschule jetzt eine Schulpartnerschaft mit dem Unternehmen geschlossen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler besser auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Die Kooperation soll den Jugendlichen einen direkteren Einblick in die Arbeitswelt geben. Begleitet wird das Ganze von der IHK Mittlerer Niederrhein.
Einblicke in Ausbildung und Arbeitsalltag
Geplant sind unter anderem Betriebsbesichtigungen, Praktika und Gespräche mit aktuellen Auszubildenden. So können die Jugendlichen verschiedene Berufe und den Alltag in einem Industriebetrieb besser kennenlernen. Nach Angaben der IHK soll das den Übergang von der Schule in eine Ausbildung unterstützen und vereinfachen. Die Schulpartnerschaft setzt damit auf praktische Erfahrungen statt nur auf Informationen aus dem Unterricht. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das vor allem mehr direkte Begegnungen mit der Berufswelt.
„Berufsorientierung wird besonders dann greifbar, wenn Schülerinnen und Schüler Unternehmen direkt erleben können. Solche Partnerschaften schaffen wertvolle Begegnungen und erleichtern den Übergang von der Schule in die Ausbildung.“ - Gabriele Götze, Beraterin Schule-Wirtschaft bei der IHK Mittlerer Niederrhein.
Angebote für Jugendliche in Krefeld
Die Siempelkamp Giesserei GmbH stellt im Rahmen der Partnerschaft nach IHK-Angaben Praktikumsplätze in mehreren Ausbildungsbereichen zur Verfügung. Genannt werden Gießereimechanikerinnen und Gießereimechaniker, die Teilqualifizierung in diesem Bereich, technische Modellbauerinnen und Modellbauer mit Fachrichtung Gießerei sowie Industriekaufleute. Gleichzeitig bekommt das Unternehmen die Möglichkeit, frühzeitig mit möglichen Nachwuchskräften in Kontakt zu kommen. Die Schulen sehen in der Zusammenarbeit eine Ergänzung ihrer Berufsorientierung. Jugendliche sollen dadurch eigene Interessen und Stärken besser einschätzen können.
„Unsere Schülerinnen und Schüler profitieren von authentischen Einblicken in betriebliche Abläufe. Die Kooperation ermöglicht es ihnen, berufliche Perspektiven kennenzulernen und eigene Interessen sowie Fähigkeiten noch gezielter zu entwickeln.“ - Dr. Claudia Eberle, Schulleiterin Robert-Jungk-Gesamtschule.
IHK begleitet die Kooperation
Die IHK Mittlerer Niederrhein begleitet die neue Partnerschaft zwischen Schulen und Unternehmen. Solche Kooperationen sollen helfen, junge Menschen frühzeitig an Ausbildungswege heranzuführen. Das Thema Berufsorientierung spielt in Krefeld und am Niederrhein weiter eine wichtige Rolle. Immer wieder gibt es in der Region Veranstaltungen und Projekte, bei denen Jugendliche direkt mit Unternehmen ins Gespräch kommen können. Die neue Schulpartnerschaft fügt sich damit in bestehende Angebote zur Ausbildungsvorbereitung ein.